Wegen Russland: Chinas Botschafter ins AuÃenamt gebeten
BERLIN/BRASÃLIA (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat der Regierung in Peking unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie eine Ausbildung russischer Soldaten durch China missbilligt. "China muss wissen, dass dieser russische Aggressionskrieg gegen die Ukraine unsere Kerninteressen bedroht", sagte AuÃenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande seines Besuchs in Brasilien in der Hauptstadt BrasÃlia. Das Auswärtige Amt hatte den chinesischen Botschafter an diesem Donnerstag zu einem dringlichen Gespräch gebeten. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.
Die Bundesregierung habe Berichte, wonach in China russische Soldaten ausgebildet würden, "mit groÃer Besorgnis" gelesen, sagte Wadephul. Europa sei selbstverständlich bereit, seine Kerninteressen zu verteidigen. "Dieser Krieg muss zu einem Ende gebracht werden und es darf wirklich keine einzige MaÃnahme auch von auÃen geben, um diesen Krieg fortzuführen", sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
Man habe mit dem chinesischen Botschafter "intensiv, aber auch sehr offen" gesprochen, fügte Wadephul hinzu. "Wir werden auch weiter mit der chinesischen Seite im Gespräch bleiben müssen, weil wir Unklarheiten dort nicht akzeptieren können."
Russland als "gröÃte Bedrohung"
Aus dem Auswärtigen Amt hieà es laut "Spiegel" zudem, Russland bleibe "die gröÃte Bedrohung unserer euroatlantischen Sicherheit". Chinas "entscheidende und wachsende Unterstützung" für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine betreffe daher "direkt unsere Sicherheit". Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe bei seinem Besuch in China im Februar das Thema gegenüber dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping angesprochen, hieà es laut "Spiegel" weiter. Auch bespreche man das Thema intensiv mit den europäischen Partnern.
Die Bitte um ein dringliches Gespräch ist ein Mittel des deutlichen diplomatischen Protests, aber noch keine formelle Einbestellung./shy/DP/he
BERLIN/BRASÃLIA (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat der Regierung in Peking unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie eine Ausbildung russischer Soldaten durch China missbilligt. "China muss wissen, dass dieser russische Aggressionskrieg gegen die Ukraine unsere Kerninteressen bedroht", sagte AuÃenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande seines Besuchs in Brasilien in der Hauptstadt BrasÃlia. Das Auswärtige Amt hatte den chinesischen Botschafter an diesem Donnerstag zu einem dringlichen Gespräch gebeten. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet.
Die Bundesregierung habe Berichte, wonach in China russische Soldaten ausgebildet würden, "mit groÃer Besorgnis" gelesen, sagte Wadephul. Europa sei selbstverständlich bereit, seine Kerninteressen zu verteidigen. "Dieser Krieg muss zu einem Ende gebracht werden und es darf wirklich keine einzige MaÃnahme auch von auÃen geben, um diesen Krieg fortzuführen", sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.
Man habe mit dem chinesischen Botschafter "intensiv, aber auch sehr offen" gesprochen, fügte Wadephul hinzu. "Wir werden auch weiter mit der chinesischen Seite im Gespräch bleiben müssen, weil wir Unklarheiten dort nicht akzeptieren können."
Russland als "gröÃte Bedrohung"
Aus dem Auswärtigen Amt hieà es laut "Spiegel" zudem, Russland bleibe "die gröÃte Bedrohung unserer euroatlantischen Sicherheit". Chinas "entscheidende und wachsende Unterstützung" für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine betreffe daher "direkt unsere Sicherheit". Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe bei seinem Besuch in China im Februar das Thema gegenüber dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping angesprochen, hieà es laut "Spiegel" weiter. Auch bespreche man das Thema intensiv mit den europäischen Partnern.
Die Bitte um ein dringliches Gespräch ist ein Mittel des deutlichen diplomatischen Protests, aber noch keine formelle Einbestellung./shy/DP/he