WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax steigt - Ifo-Index stimmt optimistisch
(Im sechsten Absatz wurde am Ende des zweiten Satzes ein Anführungszeichen ergänzt.)/la
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Montag nach der schwachen Vorwoche ein gutes Stück weit erholt. "Die ersten Schnäppchenjäger wagen sich auf das Parkett und nutzen die günstigeren Kurse zum Einstieg", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.
Der deutsche Leitindex schloss 0,91 Prozent höher bei 25.410,84 Punkten. Für den MDax der mittelgroÃen Unternehmen ging es um 1,38 Prozent auf 30.287,68 Zähler bergauf.
Hierzulande verbesserte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Oktober überraschend erneut: Das von dem Münchner Forschungsinstitut Ifo berechnete Geschäftsklima legte entgegen der erwarteten Stagnation den sechsten Monat in Folge zu und erreichte den höchsten Stand seit Frühjahr 2023.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, schrieb: "Das Ifo-Geschäftsklima ist anders als der breit gefasste Einkaufsmanagerindex nicht gefallen, sondern leicht gestiegen. Das ist bemerkenswert, weil die Energiepreise, vor allem der für die Industrie wichtige Gaspreis, zuletzt deutlich gestiegen sind." Offenbar rechneten die Unternehmen hier mittelfristig mit einer Entspannung, wozu die deutliche Verbesserung der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate passe. Alles in allem dürfte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft fortsetzen, wobei diese Entspannung wegen des Fehlens durchgreifender Reformen, den Zöllen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Exportoffensive wohl nur moderat ausfallen werde.
Im Blick blieb zudem Frankreich mit seiner angespannten Haushaltslage und Massenprotesten. Marktbeobachter Altmann zeigte sich überrascht davon, dass die US-Ratingagentur Moody's das Kreditrating für das Land unverändert gelassen hatte. Denn immerhin sei der Ausblick für die französische Kreditwürdigkeit bereits seit einem Jahr negativ.
Altmann warnte davor, dass die Dax-Gewinne nicht zwangsläufig eine langfristige Trendwende bedeuteten. Denn "die letzten Wochen haben gezeigt, dass diese Schnäppchenjäger ihre Gewinne in einem steigenden Markt sehr schnell realisieren und damit weitere Kursgewinne ausbremsen". Den Dax sieht er charttechnisch "weiterhin in seinem Seitwärtsmarkt gefangen".
Die Bayer-Aktien zählten mit plus 3,6 Prozent zu den besten Werten im Dax. Händler verwiesen auf gute Daten einer klinischen Phase-III-Studie. Diese hätten gezeigt, dass das Prostatakrebsmittel Nubeqa das Risiko für Metastasen und die Mortalität beeindruckend senke, und bedeuteten einen überraschend frühen weiteren Wachstumstreiber für das Blockbuster-Medikament. Zudem darf Bayer nun auf dem wichtigen chinesischen Markt den Blutgerinnungshemmer Asundexian zur Vorbeugung erneuter Schlaganfälle verkaufen.
Bei Flatexdegiro konnten die Anleger durchatmen. Nach einer mehrwöchigen Talfahrt auf den tiefsten Stand seit April 2025 berappelten sich die Aktien im MDax um 4,6 Prozent. Die von den Investoren gesehenen Wachstumsrisiken seien auf dem aktuellen Bewertungsniveau mehr als eingepreist, schrieb Analystin Grace Dargan von der britischen Investmentbank Barclays. Flatexdegiro ist nun ihr Favorit unter den europäischen Onlinebrokern.
Im Nebenwerte-Index SDax hatte Deutsche Pfandbriefbank zeitweise ein Rekordtief erreicht - am Ende verloren die Aktien noch zweieinhalb Prozent. Die Privatbank Metzler hatte ihr Kursziel noch etwas weiter nach unten geschraubt und ihr Verkaufsvotum bekräftigte. Analyst Jochen Schmitt geht wegen der gestiegenen Zinsen nun von einem höheren Rückstellungsbedarf als bisher aus.
Der EuroStoxx 50 stieg um 0,79 Prozent auf 6.116,23 Punkte. An der Londoner Börse ging es in ähnlichem Umfang und in Zürich etwas weniger deutlich nach oben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zum europäischen Börsenschluss lediglich moderat zu./la/he
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
(Im sechsten Absatz wurde am Ende des zweiten Satzes ein Anführungszeichen ergänzt.)/la
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Der deutsche Leitindex schloss 0,91 Prozent höher bei 25.410,84 Punkten. Für den MDax
Hierzulande verbesserte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Oktober überraschend erneut: Das von dem Münchner Forschungsinstitut Ifo berechnete Geschäftsklima legte entgegen der erwarteten Stagnation den sechsten Monat in Folge zu und erreichte den höchsten Stand seit Frühjahr 2023.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, schrieb: "Das Ifo-Geschäftsklima ist anders als der breit gefasste Einkaufsmanagerindex nicht gefallen, sondern leicht gestiegen. Das ist bemerkenswert, weil die Energiepreise, vor allem der für die Industrie wichtige Gaspreis, zuletzt deutlich gestiegen sind." Offenbar rechneten die Unternehmen hier mittelfristig mit einer Entspannung, wozu die deutliche Verbesserung der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate passe. Alles in allem dürfte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft fortsetzen, wobei diese Entspannung wegen des Fehlens durchgreifender Reformen, den Zöllen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Exportoffensive wohl nur moderat ausfallen werde.
Im Blick blieb zudem Frankreich mit seiner angespannten Haushaltslage und Massenprotesten. Marktbeobachter Altmann zeigte sich überrascht davon, dass die US-Ratingagentur Moody's das Kreditrating für das Land unverändert gelassen hatte. Denn immerhin sei der Ausblick für die französische Kreditwürdigkeit bereits seit einem Jahr negativ.
Altmann warnte davor, dass die Dax-Gewinne nicht zwangsläufig eine langfristige Trendwende bedeuteten. Denn "die letzten Wochen haben gezeigt, dass diese Schnäppchenjäger ihre Gewinne in einem steigenden Markt sehr schnell realisieren und damit weitere Kursgewinne ausbremsen". Den Dax sieht er charttechnisch "weiterhin in seinem Seitwärtsmarkt gefangen".
Die Bayer-Aktien
Bei Flatexdegiro
Im Nebenwerte-Index SDax
Der EuroStoxx 50
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---