USA wollen Freihandelsabkommen USMCA nicht verlängern
WASHINGTON/MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Anstelle einer Verlängerung des Freihandelsabkommen USMCA in seiner jetzigen Form wollen die USA den Wirtschaftspakt mit Mexiko und Kanada künftig jährlich überprüfen. US-Vertreter hätten dies auf einer virtuellen Konferenz mit ihren Kollegen der anderen Länder bekanntgegeben, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mit. Washington bemängelte, dass die Belange von US-Bauern, Herstellern und Geschäften nicht ausreichend berücksichtigt würden.
Zugleich betonte ein hochrangiger US-Regierungsbeauftragter: "Die Vereinigten Staaten werden den Dialog mit Mexiko und Kanada gegebenenfalls fortsetzen, und während dieser Zeit bleibt das Abkommen in Kraft." Bei der Neugestaltung des Abkommens wolle die Regierung unter Präsident Donald Trump den Kongress einbeziehen.
Maximal zehn Jahre Zeit für Neuauflage
Der neue Mechanismus sieht eine Maximallaufzeit von zehn Jahren vor, in denen sich die USA, Kanada und Mexiko auf eine Verlängerung um 16 Jahre einigen können. Trifft dies nicht zu, läuft das USMCA aus. Der US-Regierungsbeamte betonte, dass Trump zugleich die Möglichkeit habe, bei Bedarf früher aus dem Abkommen auszutreten. Am 20. Juli wollen sich die beteiligten Länder zu einer dritten Gesprächsrunde treffen.
Die deutsche Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade and Invest sieht in der jährlichen Ãberprüfung einen Hebel für die Vereinigten Staaten: "Die USA könnten den Mechanismus nutzen, um politischen Druck auf Mexiko und Kanada auszuüben - etwa in Fragen des Drogenhandels oder der Energiepolitik", hieà es.
Abkommen sollte den USA bessere Konditionen sichern
Der USMCA ist das Nachfolgeabkommen des 1994 inkraftgetretenen Nafta, das Trump in seiner ersten Amtszeit "den schlechtesten Deal aller Zeiten" bezeichnet hatte. Trump setzte damals Verhandlungen zu einer Neuauflage durch. Die neue Version des Deals trat 2020 mit dem Namen USMCA in Kraft und regelt den zollfreien Handel zwischen den drei Ländern. Sie baute in groÃen Teilen auf Nafta auf, sah aber unter anderem neue Regelungen für die Autoindustrie vor, gewährte US-Farmern besseren Zugang zu den Märkten in den Nachbarländern und umfasste Vorschriften für den Schutz geistigen Eigentums und den Handel im Bereich Digitales./aso/DP/he
WASHINGTON/MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Anstelle einer Verlängerung des Freihandelsabkommen USMCA in seiner jetzigen Form wollen die USA den Wirtschaftspakt mit Mexiko und Kanada künftig jährlich überprüfen. US-Vertreter hätten dies auf einer virtuellen Konferenz mit ihren Kollegen der anderen Länder bekanntgegeben, teilte der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer mit. Washington bemängelte, dass die Belange von US-Bauern, Herstellern und Geschäften nicht ausreichend berücksichtigt würden.
Zugleich betonte ein hochrangiger US-Regierungsbeauftragter: "Die Vereinigten Staaten werden den Dialog mit Mexiko und Kanada gegebenenfalls fortsetzen, und während dieser Zeit bleibt das Abkommen in Kraft." Bei der Neugestaltung des Abkommens wolle die Regierung unter Präsident Donald Trump den Kongress einbeziehen.
Maximal zehn Jahre Zeit für Neuauflage
Der neue Mechanismus sieht eine Maximallaufzeit von zehn Jahren vor, in denen sich die USA, Kanada und Mexiko auf eine Verlängerung um 16 Jahre einigen können. Trifft dies nicht zu, läuft das USMCA aus. Der US-Regierungsbeamte betonte, dass Trump zugleich die Möglichkeit habe, bei Bedarf früher aus dem Abkommen auszutreten. Am 20. Juli wollen sich die beteiligten Länder zu einer dritten Gesprächsrunde treffen.
Die deutsche Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade and Invest sieht in der jährlichen Ãberprüfung einen Hebel für die Vereinigten Staaten: "Die USA könnten den Mechanismus nutzen, um politischen Druck auf Mexiko und Kanada auszuüben - etwa in Fragen des Drogenhandels oder der Energiepolitik", hieà es.
Abkommen sollte den USA bessere Konditionen sichern
Der USMCA ist das Nachfolgeabkommen des 1994 inkraftgetretenen Nafta, das Trump in seiner ersten Amtszeit "den schlechtesten Deal aller Zeiten" bezeichnet hatte. Trump setzte damals Verhandlungen zu einer Neuauflage durch. Die neue Version des Deals trat 2020 mit dem Namen USMCA in Kraft und regelt den zollfreien Handel zwischen den drei Ländern. Sie baute in groÃen Teilen auf Nafta auf, sah aber unter anderem neue Regelungen für die Autoindustrie vor, gewährte US-Farmern besseren Zugang zu den Märkten in den Nachbarländern und umfasste Vorschriften für den Schutz geistigen Eigentums und den Handel im Bereich Digitales./aso/DP/he