Trumps Initiative für günstiges Rinderhack erntet Kritik
WASHINGTON (dpa-AFX) - Für seine geplanten Auslandsimporte von günstigerem Rindfleisch ist US-Präsident Donald Trump von Parteikollegen und Verbänden heftig kritisiert worden. "Wir alle wünschen uns niedrigere Lebensmittelpreise, aber wie ich schon seit Monaten sage, dürfen wir das nicht auf Kosten der amerikanischen Erzeuger erreichen", schrieb etwa die republikanische Senatorin Deb Fischer auf der Plattform X. Die "Ãberschwemmung des Marktes mit ausländischem Rindfleisch" werde der US-Viehwirtschaft schaden, sagte die Vertreterin von Nebraska, einem der für die Viehzucht in den Vereinigten Staaten wichtigsten Bundesstaaten.
Auch der republikanische Senator Tim Sheehy kritisierte Trumps VorstoÃ. Dieser würde Viehzüchtern schaden, schrieb er auf X. Vielzüchter und Bauern wählen traditionell eher republikanisch, viele von ihnen sind Anhänger der Trump-zugewandten "Make America Great Again"-Bewegung (MAGA).
Trump hatte zuvor bekanntgegeben, ein nicht näher spezifiziertes Abkommen abgeschlossen zu haben und damit den Preis für Rinderhackfleisch zu senken. In den kommenden 90 Tagen sollen bis zu 300.000 Tonnen Rinderhack ohne zusätzliche Zölle in die USA importiert werden. "Wir haben zugesichert, dass dieses Rindfleisch 25 Prozent unter dem aktuellen Marktpreis verkauft wird", hieà es weiter in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.
Trumps Vorstoà dürfte als Versuch gewertet werden, um wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen bei Wählerinnen und Wählern zu punkten. Am 3. November werden Repräsentantenhaus und Senat neu geordnet. Trumps Partei hat derzeit eine hauchdünne Mehrheit in den beiden Parlamentskammern.
Die US-Bevölkerung hadert seit langem mit höheren Preisen infolge der Energiekrise, die durch Trumps Krieg gegen den Iran und die verzwickte Situation in der StraÃe von Hormus ausgelöst wurde. Trump hatte bereits zuvor versucht, das traditionell von Demokraten beanspruchte Thema von Erschwinglichkeit an sich zu reiÃen - sichtbare Erfolge blieben zunächst aus.
Kritik an der Wirksamkeit von Trumps Vorhaben gab es auch aus der betroffenen Branche: "Man stellt Amerika nicht an erste Stelle, indem man die US-amerikanischen Rinderzüchter an letzte Stelle setzt", sagte der Präsident des US-Viehzüchterverbands, Justin Tupper. "Dieser Schritt schwächt unsere Märkte und gefährdet die Lebensmittelsicherheit."
Ãhnlich äuÃerte sich der Vorsitzende des Nationalen Rinderzuchtverbands, Colin Woodall. Die Ãberschwemmung des Marktes mit staatlich subventioniertem Rindfleisch unterhalb des Marktpreises sei nicht der richtige Weg, um den amerikanischen Rinderbestand wieder aufzubauen. Die "langfristige Stabilität" werde durch spontane Versprechungen geopfert.
Auf die Kritik angesprochen sagte Trump am Freitagnachmittag (US-Ortszeit) lediglich, dass die Farmer "zugegeben" hätten, dass sie Hilfe bräuchten, um die Preise nach unten zu treiben. "Das ist also, was wir tun. Das hören wir."/ngu/DP/zb
WASHINGTON (dpa-AFX) - Für seine geplanten Auslandsimporte von günstigerem Rindfleisch ist US-Präsident Donald Trump von Parteikollegen und Verbänden heftig kritisiert worden. "Wir alle wünschen uns niedrigere Lebensmittelpreise, aber wie ich schon seit Monaten sage, dürfen wir das nicht auf Kosten der amerikanischen Erzeuger erreichen", schrieb etwa die republikanische Senatorin Deb Fischer auf der Plattform X. Die "Ãberschwemmung des Marktes mit ausländischem Rindfleisch" werde der US-Viehwirtschaft schaden, sagte die Vertreterin von Nebraska, einem der für die Viehzucht in den Vereinigten Staaten wichtigsten Bundesstaaten.
Auch der republikanische Senator Tim Sheehy kritisierte Trumps VorstoÃ. Dieser würde Viehzüchtern schaden, schrieb er auf X. Vielzüchter und Bauern wählen traditionell eher republikanisch, viele von ihnen sind Anhänger der Trump-zugewandten "Make America Great Again"-Bewegung (MAGA).
Trump hatte zuvor bekanntgegeben, ein nicht näher spezifiziertes Abkommen abgeschlossen zu haben und damit den Preis für Rinderhackfleisch zu senken. In den kommenden 90 Tagen sollen bis zu 300.000 Tonnen Rinderhack ohne zusätzliche Zölle in die USA importiert werden. "Wir haben zugesichert, dass dieses Rindfleisch 25 Prozent unter dem aktuellen Marktpreis verkauft wird", hieà es weiter in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social.
Trumps Vorstoà dürfte als Versuch gewertet werden, um wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen bei Wählerinnen und Wählern zu punkten. Am 3. November werden Repräsentantenhaus und Senat neu geordnet. Trumps Partei hat derzeit eine hauchdünne Mehrheit in den beiden Parlamentskammern.
Die US-Bevölkerung hadert seit langem mit höheren Preisen infolge der Energiekrise, die durch Trumps Krieg gegen den Iran und die verzwickte Situation in der StraÃe von Hormus ausgelöst wurde. Trump hatte bereits zuvor versucht, das traditionell von Demokraten beanspruchte Thema von Erschwinglichkeit an sich zu reiÃen - sichtbare Erfolge blieben zunächst aus.
Kritik an der Wirksamkeit von Trumps Vorhaben gab es auch aus der betroffenen Branche: "Man stellt Amerika nicht an erste Stelle, indem man die US-amerikanischen Rinderzüchter an letzte Stelle setzt", sagte der Präsident des US-Viehzüchterverbands, Justin Tupper. "Dieser Schritt schwächt unsere Märkte und gefährdet die Lebensmittelsicherheit."
Ãhnlich äuÃerte sich der Vorsitzende des Nationalen Rinderzuchtverbands, Colin Woodall. Die Ãberschwemmung des Marktes mit staatlich subventioniertem Rindfleisch unterhalb des Marktpreises sei nicht der richtige Weg, um den amerikanischen Rinderbestand wieder aufzubauen. Die "langfristige Stabilität" werde durch spontane Versprechungen geopfert.
Auf die Kritik angesprochen sagte Trump am Freitagnachmittag (US-Ortszeit) lediglich, dass die Farmer "zugegeben" hätten, dass sie Hilfe bräuchten, um die Preise nach unten zu treiben. "Das ist also, was wir tun. Das hören wir."/ngu/DP/zb