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ROUNDUP: Russland kündigt noch härtere Schläge gegen Ukraine an

MOSKAU (dpa-AFX) - Das russische Verteidigungsministerium hat eine noch weitere Verschärfung seiner Schläge gegen Kiew und andere Gebiete der Ukraine angekündigt. Damit reagiere Moskau auf Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, weitere militärische Objekte und Rüstungsbetriebe in Russland anzugreifen, teilte das Ministerium mit. Für die Eskalation trage allein Selenskyj die "volle persönliche und politische Verantwortung", hieß es. Den Krieg begonnen hatte Russland.

"Russlands Hass auf die Ukraine überrascht mich nicht, aber ich bin von dieser Herangehensweise überrascht", sagte Selenskyj am Nachmittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzler Friedrich Merz. Jetzt attackiere Moskau Brücken und Rechenzentren, die sicherlich keine militärische Infrastruktur seien. "Denkt (Kremlchef Wladimir) Putin nicht daran, dass mobile Kommunikation nicht nur in Kiew, in der Ukraine genutzt wird? Auch in Moskau wird sie genutzt."

Er sei überrascht von diesem grausamen Wunsch, die Lage täglich zu verschärfen. Putin setze auf ständige Eskalation. "Das ist eine Antwort an alle - an diejenigen, die glauben, man müsse Putin nur einfach darum bitten, und er werde den Krieg dann wirklich beenden."

Merz sichert Ukraine weitere Militärhilfe zu

Selenskyj empfing in Kiew Kanzler Merz, der der Ukraine weitere Militärhilfe zusicherte. Deutschland ist der wichtigste Unterstützer der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Angriff. Berlin betont immer wieder, dass Moskau nur eine "Sprache der Stärke" verstehe.

Die Ukraine hatte dank der westlichen Milliarden- und Militärhilfe ihre Angriffe auf Ölraffinerien und andere Ziele in Russland zuletzt deutlich ausgeweitet. Kremlchef Putin räumte Schäden für die Wirtschaft des Landes ein und hatte bereits mit noch intensiveren Angriffen in dem von ihm seit Februar 2022 befohlenen Krieg gegen die Ukraine gedroht. Seither gibt es unter anderem auch tagsüber massive russische Luftangriffe auf Kiew und anderen Gebiete. Diese sollen nun noch einmal verstärkt werden, hieß es in Moskau.

Die Ukraine und Russland meldeten indes schwere Angriffe mit Opfern auch in der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten. Am Morgen traf eine russische Kampfdrohne die Nordbrücke in Kiew. In der russischen Grenzregion Belgorod berichten die Behörden am Morgen von mindestens drei Toten und zwölf Verletzten nach ukrainischen Angriffen./mau/DP/he