ROUNDUP: Nutzung von Trinkwasser zum Löschen soll erleichtert werden
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Innenminister haben sich bei ihrer Frühjahrskonferenz auf einen Vorschlag geeinigt, der Feuerwehrleuten rechtlich den Zugang zu Trinkwasserhydranten erleichtern soll. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Konkret geht es bei diesem Zielkonflikt zwischen Brandbekämpfung und Hygienevorschriften um eine verschärfte Norm, die eine etwaige Verunreinigung des Trinkwassers durch angeschlossene Verbindungen zu Installationen, die Nicht-Trinkwasser enthalten, in jedem Fall verhindern soll.
In dem von Baden-Württemberg eingebrachten Vorschlag, der an diesem Freitag noch formal beschlossen werden muss, heiÃt es, die in der entsprechenden Norm vorgesehene Absicherung von Löschwasser über einen "freien Auslauf" bringe erhebliche Herausforderungen für die Feuerwehren mit sich und habe damit auch negative Folgen für das Schutzniveau der Bevölkerung. Zudem entstünden Mehrkosten für die Gemeinden.
Ãltere Feuerwehrfahrzeuge erfüllen Anforderung oft nicht
Insbesondere ältere Feuerwehrfahrzeuge verfügten über diesen fest eingebauten Schutzmechanismus oft nicht, sagt Sachsen-Anhalts Innenministerin, Tamara Zieschang. Deshalb unterstützt sie den Vorschlag, in dem das Bundesinnenministerium gebeten wird, sich innerhalb der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Gesundheitsministerium in die Trinkwasserverordnung eine Ausnahmeregelung für die Entnahme von Löschwasser einfügt.
Die CDU-Politikerin ist überzeugt: "Wenn es brennt, muss den Feuerwehren schnell und unkompliziert Löschwasser zur Verfügung stehen." Dazu müssten sie auch auf das öffentliche Trinkwassernetz zugreifen können.
Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums teilte auf Anfrage mit, eine Ãnderung der Trinkwasserverordnung befinde sich derzeit in der Prüfung. Zum Zeitplan und den möglichen Inhalten werde aktuell noch keine Auskunft gegeben./abc/DP/men
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Innenminister haben sich bei ihrer Frühjahrskonferenz auf einen Vorschlag geeinigt, der Feuerwehrleuten rechtlich den Zugang zu Trinkwasserhydranten erleichtern soll. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Konkret geht es bei diesem Zielkonflikt zwischen Brandbekämpfung und Hygienevorschriften um eine verschärfte Norm, die eine etwaige Verunreinigung des Trinkwassers durch angeschlossene Verbindungen zu Installationen, die Nicht-Trinkwasser enthalten, in jedem Fall verhindern soll.
In dem von Baden-Württemberg eingebrachten Vorschlag, der an diesem Freitag noch formal beschlossen werden muss, heiÃt es, die in der entsprechenden Norm vorgesehene Absicherung von Löschwasser über einen "freien Auslauf" bringe erhebliche Herausforderungen für die Feuerwehren mit sich und habe damit auch negative Folgen für das Schutzniveau der Bevölkerung. Zudem entstünden Mehrkosten für die Gemeinden.
Ãltere Feuerwehrfahrzeuge erfüllen Anforderung oft nicht
Insbesondere ältere Feuerwehrfahrzeuge verfügten über diesen fest eingebauten Schutzmechanismus oft nicht, sagt Sachsen-Anhalts Innenministerin, Tamara Zieschang. Deshalb unterstützt sie den Vorschlag, in dem das Bundesinnenministerium gebeten wird, sich innerhalb der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Gesundheitsministerium in die Trinkwasserverordnung eine Ausnahmeregelung für die Entnahme von Löschwasser einfügt.
Die CDU-Politikerin ist überzeugt: "Wenn es brennt, muss den Feuerwehren schnell und unkompliziert Löschwasser zur Verfügung stehen." Dazu müssten sie auch auf das öffentliche Trinkwassernetz zugreifen können.
Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums teilte auf Anfrage mit, eine Ãnderung der Trinkwasserverordnung befinde sich derzeit in der Prüfung. Zum Zeitplan und den möglichen Inhalten werde aktuell noch keine Auskunft gegeben./abc/DP/men