ROUNDUP: GröÃter deutscher Windpark auf See in Betrieb genommen
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Inbetriebnahme des bislang gröÃten deutschen Windparks auf See hat der Energieversorger EnBW in Hamburg gefeiert. Der Nordsee-Windpark He Dreiht, der rund 110 Kilometer von Helgoland steht, ist schon länger im Teilbetrieb. Mehr als zwei Drittel der Turbinen haben EnBW zufolge bislang Strom eingespeist. Das Unternehmen aus Karlsruhe erwartet, dass die volle Kapazität des Windparks erstmals im Oktober erreicht wird.
He Dreiht besteht aus 64 Windkraftanlagen des dänischen Herstellers Vestas und weist eine Leistung von annähernd einem Gigawatt (960 Megawatt) auf. Die Gesamtleistung der Windräder in der deutschen Nord- und Ostsee lag zum Ende des ersten Halbjahres - teils inklusive He Dreiht - bei rund 10,8 Gigawatt, wie der Bundesverband Windenergie Offshore aus Berlin mitteilte.
Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Georg Stamatelopoulos sagte in Hamburg: He Dreiht sei der gröÃte Offshore-Windpark in Deutschland. Kein Energieversorger habe in der Bundesrepublik bislang ein vergleichbares Projekt gestemmt.
EnBW beliefert Evonik, Google , Telekom und weitere
Nach Angaben von EnBW wurden rund 2,4 Milliarden Euro in das Projekt investiert. Staatliche Subventionen flossen nicht, wie das Unternehmen miteilte und auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Deutschlands zentrale maritime Behörde, bestätigte.
EnBW hält über eine Projektgesellschaft 50,1 Prozent der Anteile an dem Windpark. Die restlichen Anteile liegen bei einem Konsortium, dem die Vermögensverwalter Allianz Global Investors (Deutschland) und AIP Management (Dänemark) sowie die norwegische Zentralbank angehören.
EnBW hat mit mehreren Unternehmen Stromlieferverträge abgeschlossen, sogenannte Power Purchase Agreements. Zu den Kunden zählen der Chemiekonzern Evonik, Google, Telekom, der Flughafenbetreiber Fraport, Bosch, Salzgitter, Stahl-Holding-Saar, die Deutsche Bahn und die DHL Group .
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte während seiner Rede, dass sich Evonik den gröÃten Anteil gesichert habe, gefolgt von Google und Telekom. Tschentscher nannte Hamburg "Windenergiehauptstadt". Er begründete die Aussage mit dem Argument, dass zwei Drittel der deutschen Windparks von Hamburg aus gesteuert würden.
Bundesminister sieht Chancen für Wirtschaftsstandort
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) war zu den Feierlichkeiten nach Hamburg gereist. Er sagte: "In der Entwicklung der Offshore-Windenergie liegt enormes wirtschaftliches Potential für die Küstenregionen, aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt."
Der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore, Stefan Thimm, sprach von einem groÃen Sprung für die Offshore-Windenergie in Deutschland.
Leicht gröÃerer Windpark soll 2028 Betrieb aufnehmen
Nach Bewertung des BSH wird He Dreiht voraussichtlich so lange Deutschlands gröÃter Offshore-Windpark bleiben, bis der Windpark Nordlicht 1 des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall einsatzbereit ist. Der ebenfalls in der Nordsee geplante Windpark soll eine leicht höhere Leistung von 980 Megawatt erreichen. PlanmäÃig soll Nordlicht 1 im Jahr 2028 in Betrieb gehen.
Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes
Ãber die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Windparkprojekte auf See wird derweil weiter gestritten. Stamatelopoulos sagte, Kostensteigerungen in den Lieferketten und die Regulatorik erschwerten neue Offshore-Projekte.
Das Kabinett beschloss Anfang September eine Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes, die der Branche helfen soll. Vorgesehen ist unter bestimmten Voraussetzungen der Einsatz sogenannter Differenzverträge, die gegen Strompreisschwankungen absichern sollen./lkm/DP/zb
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Inbetriebnahme des bislang gröÃten deutschen Windparks auf See hat der Energieversorger EnBW
He Dreiht besteht aus 64 Windkraftanlagen des dänischen Herstellers Vestas
Der EnBW-Vorstandsvorsitzende Georg Stamatelopoulos sagte in Hamburg: He Dreiht sei der gröÃte Offshore-Windpark in Deutschland. Kein Energieversorger habe in der Bundesrepublik bislang ein vergleichbares Projekt gestemmt.
EnBW beliefert Evonik
Nach Angaben von EnBW wurden rund 2,4 Milliarden Euro in das Projekt investiert. Staatliche Subventionen flossen nicht, wie das Unternehmen miteilte und auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Deutschlands zentrale maritime Behörde, bestätigte.
EnBW hält über eine Projektgesellschaft 50,1 Prozent der Anteile an dem Windpark. Die restlichen Anteile liegen bei einem Konsortium, dem die Vermögensverwalter Allianz Global Investors (Deutschland) und AIP Management (Dänemark) sowie die norwegische Zentralbank angehören.
EnBW hat mit mehreren Unternehmen Stromlieferverträge abgeschlossen, sogenannte Power Purchase Agreements. Zu den Kunden zählen der Chemiekonzern Evonik, Google, Telekom, der Flughafenbetreiber Fraport
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte während seiner Rede, dass sich Evonik den gröÃten Anteil gesichert habe, gefolgt von Google und Telekom. Tschentscher nannte Hamburg "Windenergiehauptstadt". Er begründete die Aussage mit dem Argument, dass zwei Drittel der deutschen Windparks von Hamburg aus gesteuert würden.
Bundesminister sieht Chancen für Wirtschaftsstandort
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) war zu den Feierlichkeiten nach Hamburg gereist. Er sagte: "In der Entwicklung der Offshore-Windenergie liegt enormes wirtschaftliches Potential für die Küstenregionen, aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt."
Der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore, Stefan Thimm, sprach von einem groÃen Sprung für die Offshore-Windenergie in Deutschland.
Leicht gröÃerer Windpark soll 2028 Betrieb aufnehmen
Nach Bewertung des BSH wird He Dreiht voraussichtlich so lange Deutschlands gröÃter Offshore-Windpark bleiben, bis der Windpark Nordlicht 1 des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall einsatzbereit ist. Der ebenfalls in der Nordsee geplante Windpark soll eine leicht höhere Leistung von 980 Megawatt erreichen. PlanmäÃig soll Nordlicht 1 im Jahr 2028 in Betrieb gehen.
Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes
Ãber die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Windparkprojekte auf See wird derweil weiter gestritten. Stamatelopoulos sagte, Kostensteigerungen in den Lieferketten und die Regulatorik erschwerten neue Offshore-Projekte.
Das Kabinett beschloss Anfang September eine Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes, die der Branche helfen soll. Vorgesehen ist unter bestimmten Voraussetzungen der Einsatz sogenannter Differenzverträge, die gegen Strompreisschwankungen absichern sollen./lkm/DP/zb