Broker-Login:
ROUNDUP/Dank Dupixent: Sanofi hebt Prognose an - Quartal übertrifft Erwartungen

PARIS (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Sanofi wird nach einem überraschend starken dritten Quartal optimistischer für das Gesamtjahr. Rückenwind liefert das weiterhin starke Wachstum des Asthma- und Neurodermitis-Medikaments Dupixent, wie aus dem am Freitag in Paris vorgelegten Quartalsbericht hervorgeht. Und auch die Erlöse mit neuen Medikamenten legten zuletzt deutlich zu. So konnte das rückläufige Impfstoffgeschäft überkompensiert werden. Anleger griffen an der Börse zu.

Die Aktie legte kurz nach Handelsbeginn gut 5 Prozent zu. Der Aufwärtstrend setzte sich damit fort, den das Papier Anfang Oktober eingeschlagen hatte., nachdem es zuvor auf den tiefsten Stand seit Anfang 2020 gefallen war. Analysten lobten die über den Erwartungen liegenden Quartalsergebnisse.

Statt den zuvor avisierten rund 10 Prozent dürfte der um Wechselkursschwankungen bereinigte Umsatz in diesem Jahr verglichen mit 2025 nun im niedrigen Zehner-Prozent-Bereich zulegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll das Umsatzwachstum übertreffen und nun im mittleren Zehner-Prozent-Bereich nach oben klettern.

Im dritten Quartal wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um 14,3 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro; inklusive Wechselkurseffekten ergab sich ein Plus von gut 16 Prozent. Dank Kostendisziplin, wie Konzernchefin Belen Garijo herausstellte, stieg der bereinigte Gewinn noch stärker. Er verbesserte sich wechselkursbereinigt um fast 18 Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro. Unter anderem gab der Konzern weniger Geld für Vertrieb und Werbung aus. Die Kennziffern übertrafen die Erwartungen der Analysten.

Dabei sprangen die Erlöse mit Dupixent um über ein Drittel nach oben. Ebenso stark legten sie auch mit Blick auf die neun Monate seit Jahresbeginn zu, seitdem sie sich nun auf über 15 Milliarden Euro summieren. Im Sommer erst hatte Sanofi seine Prognose für die kommenden Jahre erhöht: 2030 sollen 25 Milliarden Euro damit erzielt werden - kurz bevor der Patentschutz dann ausläuft.

Und so zeigen die Zahlen auch, wie stark Sanofi nach wie vor von Dupixent abhängig ist, bevor das Patent für das Blockbuster-Medikament Anfang des nächsten Jahrzehnts ausläuft. Diese Sorge treibt auch die Anleger um: Die Aktie hat seit dem Jahreswechsel bis Handelsende am Donnerstagabend 8 Prozent nachgegeben.

"Das gesamte Unternehmen konzentriert sich darauf, den Kurs von Sanofi nach dem Ende der Exklusivität von Dupixent im nächsten Jahrzehnt zu steuern", sagte Garijo laut Mitteilung. Sie steht seit April an der Spitze von Sanofi. "Unsere Priorität ist es, die Erträge trotz des Verlusts der Exklusivität von Dupixent zu sichern."

Die Managerin führt dabei ein strenges Regiment. So stoppte sie die Entwicklung mehrerer Medikamente, die sie als aussichtslos erachtete. Zudem wurde der Spitzenmanager für Forschung und Entwicklung ausgetauscht./lew/men/jha/