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ROUNDUP: Attacken der Huthi-Rebellen im Roten Meer - USA verhängen Sanktionen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Als Reaktion auf die Angriffe gegen Handelsschiffe im Roten Meer durch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen hat die US-Regierung Sanktionen verhängt. Diese richteten sich gegen 13 Personen und Einrichtungen, denen die USA vorwerfen, die Huthis mit Geld aus dem Verkauf und Versand iranischer Waren zu versorgen, teilte das US-Außenministerium am Donnerstag mit. Es handele sich um ein "komplexes Netz von Wechselstuben und Unternehmen" in verschiedenen Ländern. Das US-Finanzministerium sprach von Dutzenden Millionen US-Dollar, die die Rebellen bekommen hätten.

"Die Huthis erhalten weiterhin Finanzmittel und Unterstützung aus dem Iran, und das Ergebnis ist nicht überraschend: grundlose Angriffe auf die zivile Infrastruktur und die Handelsschifffahrt, die die Sicherheit auf See stören und den internationalen Handel bedrohen", teilte die US-Regierung mit. Als Folge der Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte der Betroffenen in den USA gesperrt. US-Bürgern oder Menschen, die sich in den Vereinigten Staaten befinden, sind Geschäfte mit den sanktionierten Firmen und Personen untersagt.

In den vergangenen Tagen hatten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer intensiviert. Die US-Marine schritt mehrfach ein, um angegriffenen Schiffen zu Hilfe zu kommen, und schoss mehrere Drohnen und Raketen ab, die nach US-Angaben in von Huthis kontrollierten Gebieten im Jemen gestartet wurden.

An der jemenitischen Küste vorbei führt einer der wichtigsten Schifffahrtswege der Welt vom und zum Suezkanal in Ägypten. Dieser Kanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und bietet damit die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg von Asien nach Europa. Etwa zehn Prozent des gesamten Welthandels laufen über das Rote Meer.

Die US-Regierung kündigte am Donnerstag außerdem an, sie wolle eine bestehende multinationale Marineallianz stärken und ausbauen, die illegale Machenschaften in internationalen Gewässern bekämpft (Combined Maritime Forces). Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, sagte, der Fokus liege darauf, dass die Allianz ausreichend militärische Mittel zur Verfügung habe, um die Bedrohung der Handelsschifffahrt durch Huthis und andere abzuwehren. Konkreter wurde er nicht. Außerdem würden andere Länder ermutigt, sich an der Koalition zu beteiligen. Bislang sind 39 Staaten in der Allianz vertreten, darunter neben den USA Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, Australien, die Türkei oder der Jemen./nau/DP/ngu