ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow gibt nach - Oracle stützt Technologie-Werte
NEW YORK (dpa-AFX) - Inflationssorgen im Zuge des Iran-Krieges haben den Dow Jones Industrial am Mittwoch erneut belastet. Denn die Angst vor einer längeren Unterbrechung von Ãllieferungen durch die StraÃe von Hormus hatte die Ãlpreise wieder ein Stück weit nach oben getrieben. Bei Techwerten sah es indes teils besser aus, nachdem der Soft- und Hardware-Hersteller Oracle mit aktuellen Quartalszahlen und einem optimistischeren Geschäftsausblick überzeugt hatte.
Der US-Leitindex Dow fiel um 0,61 Prozent auf 47.417,27 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 legte geringfügig auf 24.965,01 Punkte zu. Und auch der marktbreite S&P 500 profitierte ein Stück weit von den Oracle-Zahlen, er gab nur minimal auf 6.775,80 Punkte nach.
Im Fokus stand unverändert die faktisch gesperrte StraÃe von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ãlladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.
Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ãlreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ãlpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden. Denn am Markt wird mittlerweile davon ausgegangen, dass die US-Notenbank wegen der aktuellen Inflationsgefahren die Leitzinsen in diesem Jahr nur einmal senken dürfte.
In diesem unsicheren Umfeld mieden Anleger die Aktien konjunktursensibler Unternehmen. So fielen am Dow-Ende die Titel des Produzenten von Beschichtungen und Farben Sherwin Williams um 2,3 Prozent. Für die Anteilsscheine des Konsumgüterproduzenten Procter & Gamble ging es um 1,7 Prozent nach unten.
Ãlwerte profitierten von den aktuell hohen Ãlpreisen. So stiegen Chevron um drei und Exxon Mobil um mehr als zwei Prozent.
Oracle kletterten um gut neun Prozent in die Höhe. Das Unternehmen habe mit dem beschleunigten Wachstum "geliefert", schrieb Analyst Mark Murphy von der Investmentbank JPMorgan. Er nahm die guten Nachrichten zum Anlass, die Aktien hochzustufen. Denn nach den zuletzt hohen Kursverlusten sei das Verhältnis von Chancen zu Risiken nun attraktiver geworden.
Freude kam auch bei den Aktionären von Unifirst auf. Der Bekleidungshersteller Cintas will den Uniformverleiher übernehmen und zahlt 310 US-Dollar je Aktie in bar sowie eigenen Papieren. Die Anteilsscheine von Unifirst schnellten um 6,6 Prozent auf knapp 275 Dollar nach oben. Cintas machten anfängliche Verluste schnell wett und stiegen am Ende um mehr als ein Prozent./la/mis
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
NEW YORK (dpa-AFX) - Inflationssorgen im Zuge des Iran-Krieges haben den Dow Jones Industrial
Der US-Leitindex Dow fiel um 0,61 Prozent auf 47.417,27 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100
Im Fokus stand unverändert die faktisch gesperrte StraÃe von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ãlladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.
Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ãlreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ãlpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden. Denn am Markt wird mittlerweile davon ausgegangen, dass die US-Notenbank wegen der aktuellen Inflationsgefahren die Leitzinsen in diesem Jahr nur einmal senken dürfte.
In diesem unsicheren Umfeld mieden Anleger die Aktien konjunktursensibler Unternehmen. So fielen am Dow-Ende die Titel des Produzenten von Beschichtungen und Farben Sherwin Williams
Ãlwerte profitierten von den aktuell hohen Ãlpreisen. So stiegen Chevron
Oracle kletterten um gut neun Prozent in die Höhe. Das Unternehmen habe mit dem beschleunigten Wachstum "geliefert", schrieb Analyst Mark Murphy von der Investmentbank JPMorgan. Er nahm die guten Nachrichten zum Anlass, die Aktien hochzustufen. Denn nach den zuletzt hohen Kursverlusten sei das Verhältnis von Chancen zu Risiken nun attraktiver geworden.
Freude kam auch bei den Aktionären von Unifirst
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---