ROUNDUP/Aktien New York: Nasdaq tiefrot nach Verkaufswelle in Asien
NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftige Kursabschläge bei asiatischen Technologiewerten haben am Dienstag die New Yorker Tech-Börse Nasdaq tief in die Verlustzone gezogen. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es zuletzt um 2,4 Prozent auf 29.607 Punkte nach unten. Dies ist das Niveau vom 12. Juni. Zwischenzeitlich hatte das Minus 3,4 Prozent betragen.
Der marktbreite S&P 500 erholte sich ebenfalls etwas und büÃte zuletzt noch 0,9 Prozent auf 7.405 Punkte ein. Der Leitindex Dow Jones Industrial hatte anfängliche Verluste zwischenzeitlich sogar wettgemacht und lag zuletzt wieder geringfügig im Minus bei 51.700 Punkten.
Zuvor hatten Gewinnmitnahmen bei den stark gelaufenen Technologietiteln Asiens Börsen stark belastet. Am schlimmsten erwischte es den südkoreanischen Markt, wo der Handel kurzzeitig ausgesetzt worden war.
Die Schwäche in der Tech-Branche laste auf der Marktstimmung, sagte Analyst Fabien Yip vom Handelshaus IG International. In den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für eine Beilegung des Kriegs gebe es zwar Fortschritte. Doch Yip sieht immer noch fundamentale Differenzen über die Auslegung der Bestimmungen des Rahmenabkommens, das beide Seiten vorab geschlossen haben.
Jian Shi Cortesi, Fondsmanagerin bei Gam Investment Management, ergänzte: "Viele Anleger verzeichnen mit ihren KI-Aktien hohe Gewinne, und jede Unsicherheit könnte sie dazu veranlassen, ihre Positionen zu reduzieren, um die Erträge zu sichern." Derzeit reagierten Tech-Aktien zudem besonders empfindlich auf die Zinsaussichten und mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Denn hohe Zinsen bedeuten, dass die erwarteten hohen Gewinne der Technologie-Unternehmen aus heutiger Sicht weniger wert sind.
Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hatte letzte Woche deutlich gemacht, dass er zum Ziel der Preisstabilität steht. Zuletzt lag die Inflation in den USA bei 4,2 Prozent. Ãber das Jahr hinweg dürfte diese nach Ãberzeugung der Notenbank auf hohem Niveau bleiben.
Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Mittwoch. Nach Börsenschluss wird der Halbleiterhersteller Micron seinen Quartalsbericht vorlegen. Dessen Aktienkurs hatte sich seit Jahresbeginn in der Spitze mehr als vervierfacht. Jetzt büÃten die Papiere knapp zehn Prozent ein.
Die Quartalszahlen seien der eigentliche Test, ob der rasante Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz noch Potenzial habe, sagte Stratege Dilin Wu von Pepperstone Group. Unter den weiteren US-Halbleitertiteln sackten Intel, Marvell und Applied Materials um bis zu 8,5 Prozent ab.
Beim anfänglichen Börsen-Ãberflieger SpaceX stabilisierte sich der Kurs nach den jüngsten Gewinnmitnahmen. Die Aktien des Raumfahrt- und KI-Konzerns von Tesla-Chef Elon Musk gewannen fast drei Prozent.
An der Dow-Spitze zogen die Titel von IBM gut vier Prozent an. Ihnen half eine Hochstufung der US-Bank JPMorgan. Nach einer eingehenderen Betrachtung des wichtigen Softwaregeschäfts ist Analyst Brian Essex nun zuversichtlicher, dass sich dessen währungsbereinigtes Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte beschleunigen sollte.
AuÃerhalb der Technologiebranche büÃten die Aktien von Best Buy mehr als drei Prozent ein. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik gab den Abschied seines langjährigen Finanzchefs Matt Bilunas per Ende Juli bekannt. Ein Nachfolger werde schon gesucht./la/jha/
NEW YORK (dpa-AFX) - Kräftige Kursabschläge bei asiatischen Technologiewerten haben am Dienstag die New Yorker Tech-Börse Nasdaq tief in die Verlustzone gezogen. Für den Auswahlindex Nasdaq 100
Der marktbreite S&P 500
Zuvor hatten Gewinnmitnahmen bei den stark gelaufenen Technologietiteln Asiens Börsen stark belastet. Am schlimmsten erwischte es den südkoreanischen Markt, wo der Handel kurzzeitig ausgesetzt worden war.
Die Schwäche in der Tech-Branche laste auf der Marktstimmung, sagte Analyst Fabien Yip vom Handelshaus IG International. In den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für eine Beilegung des Kriegs gebe es zwar Fortschritte. Doch Yip sieht immer noch fundamentale Differenzen über die Auslegung der Bestimmungen des Rahmenabkommens, das beide Seiten vorab geschlossen haben.
Jian Shi Cortesi, Fondsmanagerin bei Gam Investment Management, ergänzte: "Viele Anleger verzeichnen mit ihren KI-Aktien hohe Gewinne, und jede Unsicherheit könnte sie dazu veranlassen, ihre Positionen zu reduzieren, um die Erträge zu sichern." Derzeit reagierten Tech-Aktien zudem besonders empfindlich auf die Zinsaussichten und mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Denn hohe Zinsen bedeuten, dass die erwarteten hohen Gewinne der Technologie-Unternehmen aus heutiger Sicht weniger wert sind.
Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hatte letzte Woche deutlich gemacht, dass er zum Ziel der Preisstabilität steht. Zuletzt lag die Inflation in den USA bei 4,2 Prozent. Ãber das Jahr hinweg dürfte diese nach Ãberzeugung der Notenbank auf hohem Niveau bleiben.
Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Mittwoch. Nach Börsenschluss wird der Halbleiterhersteller Micron
Die Quartalszahlen seien der eigentliche Test, ob der rasante Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz noch Potenzial habe, sagte Stratege Dilin Wu von Pepperstone Group. Unter den weiteren US-Halbleitertiteln sackten Intel
Beim anfänglichen Börsen-Ãberflieger SpaceX
An der Dow-Spitze zogen die Titel von IBM
AuÃerhalb der Technologiebranche büÃten die Aktien von Best Buy