ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Leichte Verluste - Konjunktursorgen belasten
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag unter der Intensivierung des Iran-Kriegs gelitten. Die damit einhergehenden, anhaltend hohen Ãlpreise schürten am Markt weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf am Rohölmarkt und auch an den Börsen zeugten davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrschte vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnten.
Der EuroStoxx 50 schloss 0,56 Prozent im Minus mit 5.716,61 Punkten. Der Eurozone-Leitindex hatte zwischen Gewinnen und Verlusten geschwankt. Mit den schwächelnden US-Börsen aber überwog auch diesseits des Atlantiks wieder die Skepsis. Auf Wochensicht ergibt sich damit nach den starken Verlusten in der Vorwoche nun ein Mini-Minus.
AuÃerhalb der Eurozone fiel der britische Leitindex FTSE 100 am Freitag um 0,43 Prozent auf 10.261,15 Punkte. Der Schweizer SMI gab geringfügig nach auf 12.839,27 Zähler.
Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der StraÃe von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
Experten wie Portfoliomanager Rhynhardt Roodt von Ninety One blieben gleichwohl skeptisch: "Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA." Bei einem Ãlpreis von dauerhaft über 100 US-Dollar seien die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig. Fachleute der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten, die Ãlpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die StraÃe von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Erneut schwach zeigten sich europaweit die besonders konjunktursensiblen Branchen. Besonders stark unter Druck gerieten Rohstofftitel. Angesichts der hohen Ãlpreise, die Kerosin verteuern, wurde auch der Reise- und Luftfahrtsektor einmal mehr gemieden. So büÃten Air France-KLM mehr als drei Prozent ein. Ãlwerte dagegen verzeichneten erneut Kursgewinne.
Unter den Einzelwerten trieben Ãbernahmespekulationen die Aktien von BE Semiconductor um 5,6 Prozent nach oben. Der Ausrüster für die Chipindustrie habe das Interesse mehrerer US-Konzerne auf sich gezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
LVMH büÃten im EuroStoxx 4,3 Prozent auf knapp 474 Euro ein. Die US-Bank Morgan Stanley hatte ihr Kursziel für den Luxusgüterkonzern mit Verweis unter anderem auf den Krieg in Nahost von 635 auf 565 Euro gesenkt.
Die Anteilsscheine von Telefonica stiegen um gut ein Prozent. Der spanische Telekom-Konzern habe Pläne für eine Ãbernahme von 1&1 offenbar auf Eis gelegt, zumindest bis die Probleme mit dem Netzausbau behoben werden, kommentierte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Onlinemediums "Okdiario". 1&1 sackten in Frankfurt um fast neun Prozent ab./la/men
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag unter der Intensivierung des Iran-Kriegs gelitten. Die damit einhergehenden, anhaltend hohen Ãlpreise schürten am Markt weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf am Rohölmarkt und auch an den Börsen zeugten davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrschte vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnten.
Der EuroStoxx 50
AuÃerhalb der Eurozone fiel der britische Leitindex FTSE 100
Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der StraÃe von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
Experten wie Portfoliomanager Rhynhardt Roodt von Ninety One blieben gleichwohl skeptisch: "Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA." Bei einem Ãlpreis von dauerhaft über 100 US-Dollar seien die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig. Fachleute der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten, die Ãlpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die StraÃe von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Erneut schwach zeigten sich europaweit die besonders konjunktursensiblen Branchen. Besonders stark unter Druck gerieten Rohstofftitel
Unter den Einzelwerten trieben Ãbernahmespekulationen die Aktien von BE Semiconductor
LVMH
Die Anteilsscheine von Telefonica