Prien: Förderung in Kita 'entscheidende Stellschraube'
BERLIN (dpa-AFX) - Bildungsministerin Karin Prien hat die Bedeutung frühkindlicher Bildung vor der ersten Lesung des geplanten Kita-Gesetzes im Bundestag betont. "Wenn wir es ernst meinen mit der Förderung der jungen Generation in unserem Land, dann ist das die entscheidende Stellschraube", sagte die CDU-Politikerin im Interview mit dem ARD-"Morgenmagazin".
"Das, was wir an den Schulen erleben, dass die Leistungen immer mehr absinken, immer weniger Kinder die Mindeststandards in Klasse vier erreichen, das hat eben seinen Grund in den frühkindlichen Jahren. Da sind Familien gefordert, aber eben vor allem auch die Kita", sagte sie auÃerdem im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).
Heute wird im Bundestag über das neue Kita-Gesetz beraten. Alle Kinder in Deutschland sollen künftig im Alter von vier Jahren nach einheitlichen Standards auf Sprache und Entwicklung getestet werden. Bei Bedarf sollen die Jungen und Mädchen besonders gefördert werden, damit der Start in die Grundschule besser klappt. Alle Kitas sollen etwas mehr Geld und Zeit für die neuen Tests und die Förderung bekommen. Besonderes Augenmerk liegt aber auf Kitas mit vielen Kindern, die in schwierigen Lebensumständen aufwachsen.
Besonders wichtig ist der Bildungsministerin zufolge die Sprachfähigkeit der Kinder: "Wer die deutsche Sprache nicht erlernt bis zur Einschulung, wird groÃe Schwierigkeiten haben, überhaupt im Bildungssystem anzukommen. Alles, was dann passiert, wird immer mehr zum Reparaturbetrieb, und die Ergebnisse sind dann Pisa-Leistungen, wie wir sie jetzt bei Neuntklässlern erlebt haben", so Prien. Deshalb sei es auch ökonomisch sinnvoll, hier mehr zu investieren. In der im September veröffentlichten Pisa-Studie 2025 hatten Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schwach abgeschnitten wie nie zuvor./rew/DP/mis
BERLIN (dpa-AFX) - Bildungsministerin Karin Prien hat die Bedeutung frühkindlicher Bildung vor der ersten Lesung des geplanten Kita-Gesetzes im Bundestag betont. "Wenn wir es ernst meinen mit der Förderung der jungen Generation in unserem Land, dann ist das die entscheidende Stellschraube", sagte die CDU-Politikerin im Interview mit dem ARD-"Morgenmagazin".
"Das, was wir an den Schulen erleben, dass die Leistungen immer mehr absinken, immer weniger Kinder die Mindeststandards in Klasse vier erreichen, das hat eben seinen Grund in den frühkindlichen Jahren. Da sind Familien gefordert, aber eben vor allem auch die Kita", sagte sie auÃerdem im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).
Heute wird im Bundestag über das neue Kita-Gesetz beraten. Alle Kinder in Deutschland sollen künftig im Alter von vier Jahren nach einheitlichen Standards auf Sprache und Entwicklung getestet werden. Bei Bedarf sollen die Jungen und Mädchen besonders gefördert werden, damit der Start in die Grundschule besser klappt. Alle Kitas sollen etwas mehr Geld und Zeit für die neuen Tests und die Förderung bekommen. Besonderes Augenmerk liegt aber auf Kitas mit vielen Kindern, die in schwierigen Lebensumständen aufwachsen.
Besonders wichtig ist der Bildungsministerin zufolge die Sprachfähigkeit der Kinder: "Wer die deutsche Sprache nicht erlernt bis zur Einschulung, wird groÃe Schwierigkeiten haben, überhaupt im Bildungssystem anzukommen. Alles, was dann passiert, wird immer mehr zum Reparaturbetrieb, und die Ergebnisse sind dann Pisa-Leistungen, wie wir sie jetzt bei Neuntklässlern erlebt haben", so Prien. Deshalb sei es auch ökonomisch sinnvoll, hier mehr zu investieren. In der im September veröffentlichten Pisa-Studie 2025 hatten Schülerinnen und Schüler in Deutschland so schwach abgeschnitten wie nie zuvor./rew/DP/mis