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Ãkonom Hüther: Merz muss gegenüber Xi unfaire Handelspraktiken
adressieren / IW-Direktor fordert "selbstbewusstes Gespräch auf
Augenhöhe" - "Müssen nicht befürchten, von China überrollt zu werden"
Osnabrück (ots) - Osnabrück. Top-Ãkonom Michael Hüther hat Bundeskanzler
Friedrich Merz vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung (an diesem
Mittwoch) zu klaren Ansagen aufgerufen. "Er sollte adressieren, dass unfaire
Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern GegenmaÃnahmen provozieren.
Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen", sagte der Direktor des
Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (noz, Mittwochsausgabe). "Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht
ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut." Merz trifft am
Mittwoch zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von
Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.
Hüther sagte noz: "Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf
Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden groÃen Gewinner der
Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt
vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser." Auf
chinesischer Seite nannte der IW-Direktor "die dramatische Alterung der
Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor"
sowie "eine Ãberproduktionskrise" vor allem bei E-Autos.
Zugleich trat der Wirtschaftswissenschaftler wachsenden Befürchtungen entgegen,
China werde Europa technologisch abhängen. "Kann ein Land bei allen Produkten
komparative Vorteile - wie wir Ãkonomen sagen - haben? Das ist quasi
ausgeschlossen", so Hüther zu noz. Begründet wäre die Sorge allenfalls, wenn
hierzulande die Forschungsintensität nicht vorangetrieben würde. "Worauf es
ankommt: Dass wir lernen, aus den Erkenntnissen der Universitäten mehr
Wertschöpfung zu kreieren. Zum Beispiel durch Ausgründungen. Wenn wir da besser
werden, und das können wir, müssen wir nicht befürchten, von China überrollt zu
werden." Zumal Deutschland und Europa womöglich davon profitieren könnten, dass
die Wissenschaftsfreiheit in den USA bedroht sei.
Pressekontakt:
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Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6223247
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adressieren / IW-Direktor fordert "selbstbewusstes Gespräch auf
Augenhöhe" - "Müssen nicht befürchten, von China überrollt zu werden"
Osnabrück (ots) - Osnabrück. Top-Ãkonom Michael Hüther hat Bundeskanzler
Friedrich Merz vor dessen Gesprächen mit der chinesischen Führung (an diesem
Mittwoch) zu klaren Ansagen aufgerufen. "Er sollte adressieren, dass unfaire
Handelspraktiken keinen langen Atem haben, sondern GegenmaÃnahmen provozieren.
Das muss man den Chinesen sehr deutlich machen", sagte der Direktor des
Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (noz, Mittwochsausgabe). "Friedrich Merz sollte sich in Peking nicht
ins Bockshorn jagen lassen, was er vermutlich auch nicht tut." Merz trifft am
Mittwoch zunächst den chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang, bevor er von
Staatspräsident Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch empfangen wird.
Hüther sagte noz: "Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf
Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden groÃen Gewinner der
Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt
vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser." Auf
chinesischer Seite nannte der IW-Direktor "die dramatische Alterung der
Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor"
sowie "eine Ãberproduktionskrise" vor allem bei E-Autos.
Zugleich trat der Wirtschaftswissenschaftler wachsenden Befürchtungen entgegen,
China werde Europa technologisch abhängen. "Kann ein Land bei allen Produkten
komparative Vorteile - wie wir Ãkonomen sagen - haben? Das ist quasi
ausgeschlossen", so Hüther zu noz. Begründet wäre die Sorge allenfalls, wenn
hierzulande die Forschungsintensität nicht vorangetrieben würde. "Worauf es
ankommt: Dass wir lernen, aus den Erkenntnissen der Universitäten mehr
Wertschöpfung zu kreieren. Zum Beispiel durch Ausgründungen. Wenn wir da besser
werden, und das können wir, müssen wir nicht befürchten, von China überrollt zu
werden." Zumal Deutschland und Europa womöglich davon profitieren könnten, dass
die Wissenschaftsfreiheit in den USA bedroht sei.
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