Broker-Login:
Ölpreise weiter im Rückwärtsgang

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind zum Wochenstart weiter unter Druck gestanden und haben den vierten Handelstag in Folge nachgegeben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November verlor am Montagmorgen zuletzt 1,75 Prozent auf 102,05 US-Dollar. Marktteilnehmer haben weiterhin die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran im Blick.

Im Jemen gehen die schweren Kämpfe zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der international anerkannten Regierung weiter. In den USA hat US-Präsident Donald Trump unterdessen das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

Trump sagte dem Fernsehsender "Fox News" am Wochenende, er sei "wahrscheinlich" zu einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian am Rande der UN-Generalversammlung in New York in dieser Woche bereit. Trump wird zudem mit Chinas Staatschef Xi Jinping zu einem Gipfeltreffen zusammenkommen und könnte sich mit Vertretern von Staaten am Persischen Golf treffen.

"Der Markt geht von einer Phase mit einer sich verschlechternden Versorgungslage in eine Phase über, in der das Schlimmste der Verknappung möglicherweise vorüber ist", sagte Xuyi Zhao, leitende Ölanalystin bei Guotai Junan Futures, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Brent-Preis dürfte sich ihrer Einschätzung zufolge dennoch um die Marke von 100 US-Dollar einpendeln, da die Voraussetzungen für einen anhaltenden Abwärtstrend noch nicht gegeben seien./stk/men