Ãlpreise legen etwas zu
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ãlpreise haben am Mittwoch etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,11 US-Dollar. Das waren 34 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Ãl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 65,89 Dollar.
Die Ãlpreise stabilisierten sich in der laufenden Woche in der Nähe der Marke von 70 Dollar. Damit wurden die deutlichen Kursaufschläge der Vorwoche gehalten. Im Blick der Märkte bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump behauptete in seiner Rede zur Lage der Nation, dass der Iran daran arbeite, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen. Dies bestärkte die Erwartungen, dass es zu einem militärischen Eingreifen der USA kommen könne. Die Ãlpreise haben seit Jahresbeginn von der gestiegenen Unsicherheit profitiert.
Die Vereinigten Staaten wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ãlpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren.
"Das weitaus gröÃte Risiko eines US-Angriffs auf den Iran liegt aber in einer möglichen Blockade des Seeweges durch die StraÃe von Hormus", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. "Es würde bereits ausreichen, wenn die WasserstraÃe aufgrund eines zu hohen Risikos während der Kampfhandlungen für die Ãltanker nicht mehr sicher passierbar wäre." Durch die StraÃe von Hormus würden täglich gut ein Viertel der seewärtigen Ãllieferungen transportiert.
Der Ãlverbund Opec+ plant laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg offenbar eine moderate Ausweitung der Förderung. Sie beruft sich auf einige Delegierte der Staaten der Opec+. Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Gruppe hat sich noch nicht auf eine Vorgehensweise für ihre Videokonferenz am Sonntag geeinigt. Am Wochenende soll das Vorgehen für den Monat April abgestimmt werden. Das Ãlförderkartell hatte die Produktion im vergangenen Jahr schrittweise ausgeweitet und zuletzt eine dreimonatige Pause eingelegt./jsl/la/he
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ãlpreise haben am Mittwoch etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,11 US-Dollar. Das waren 34 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Ãl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 25 Cent auf 65,89 Dollar.
Die Ãlpreise stabilisierten sich in der laufenden Woche in der Nähe der Marke von 70 Dollar. Damit wurden die deutlichen Kursaufschläge der Vorwoche gehalten. Im Blick der Märkte bleibt der Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump behauptete in seiner Rede zur Lage der Nation, dass der Iran daran arbeite, sein Atomprogramm wieder aufzunehmen. Dies bestärkte die Erwartungen, dass es zu einem militärischen Eingreifen der USA kommen könne. Die Ãlpreise haben seit Jahresbeginn von der gestiegenen Unsicherheit profitiert.
Die Vereinigten Staaten wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte der Iran mehr Erdöl exportierten, wodurch das Angebot auf dem Weltmarkt steigen und der Ãlpreis entsprechend sinken dürfte. Allerdings könnte der Konflikt auch eskalieren.
"Das weitaus gröÃte Risiko eines US-Angriffs auf den Iran liegt aber in einer möglichen Blockade des Seeweges durch die StraÃe von Hormus", kommentierte Carsten Fritsch, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. "Es würde bereits ausreichen, wenn die WasserstraÃe aufgrund eines zu hohen Risikos während der Kampfhandlungen für die Ãltanker nicht mehr sicher passierbar wäre." Durch die StraÃe von Hormus würden täglich gut ein Viertel der seewärtigen Ãllieferungen transportiert.
Der Ãlverbund Opec+ plant laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg offenbar eine moderate Ausweitung der Förderung. Sie beruft sich auf einige Delegierte der Staaten der Opec+. Die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Gruppe hat sich noch nicht auf eine Vorgehensweise für ihre Videokonferenz am Sonntag geeinigt. Am Wochenende soll das Vorgehen für den Monat April abgestimmt werden. Das Ãlförderkartell hatte die Produktion im vergangenen Jahr schrittweise ausgeweitet und zuletzt eine dreimonatige Pause eingelegt./jsl/la/he