Ãlpreise auf hohem Niveau leicht im Minus - neue diplomatische Schritte
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ãlpreise haben am Freitag etwas von ihren starken Vortagsgewinnen abgegeben. Am Freitagmorgen sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November um gut 0,8 Prozent auf 105,72 US-Dollar. Am Donnerstagabend hatten die Ãlnotierungen wegen der anhaltenden Sorgen über die Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt und ihre Gewinne weiter ausgebaut - binnen 48 Stunden waren dies rund 10 Prozent gewesen. Seit Jahresbeginn hat sich Brent-Ãl um mehr als 70 Prozent verteuert und damit den Inflationsdruck verstärkt.
Unterdessen scheint es Bewegung zu geben. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Ãber Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die StraÃe von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische AuÃenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hieà es aus dem WeiÃen Haus: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."
"Brent dürfte sich wahrscheinlich um 100 bis 110 Dollar halten, solange sich die Lage nicht grundlegend ändert", sagte Haris Khurshid, Anlagechef bei Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine glaubwürdige schrittweise Vereinbarung könnte den Preis recht schnell wieder unter 100 Dollar drücken. Weitere Probleme bei Exporten oder in der Logistik könnten dagegen wieder einen Preis von 120 Dollar ins Spiel bringen.
Um die Versorgung des Weltmarktes mit Ãl aus Saudi-Arabien zu unterstützen, wird Frankreichs Militär ein wichtiges Ãlterminal des Königreichs am Roten Meer schützen. Dafür würden Soldaten, Radarsysteme und Systeme zur Verteidigung in die Hafenstadt Yanbu geschickt, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron den Sendern TF1 und France 2./stk/jha/
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ãlpreise haben am Freitag etwas von ihren starken Vortagsgewinnen abgegeben. Am Freitagmorgen sank der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November um gut 0,8 Prozent auf 105,72 US-Dollar. Am Donnerstagabend hatten die Ãlnotierungen wegen der anhaltenden Sorgen über die Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt und ihre Gewinne weiter ausgebaut - binnen 48 Stunden waren dies rund 10 Prozent gewesen. Seit Jahresbeginn hat sich Brent-Ãl um mehr als 70 Prozent verteuert und damit den Inflationsdruck verstärkt.
Unterdessen scheint es Bewegung zu geben. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges vorgelegt. Ãber Vermittler sei der US-Regierung ein Plan vorgelegt worden, wonach die StraÃe von Hormus nach sieben Tagen wieder geöffnet werden könne, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt seien, sagte der iranische AuÃenminister Abbas Araghtschi laut der "New York Times" und der "Financial Times" am Rande der UN-Woche in New York. Auf Nachfrage zu dem angeblichen Verhandlungsangebot der Iraner hieà es aus dem WeiÃen Haus: "Wir führen über die Vermittler positive und konstruktive Gespräche."
"Brent dürfte sich wahrscheinlich um 100 bis 110 Dollar halten, solange sich die Lage nicht grundlegend ändert", sagte Haris Khurshid, Anlagechef bei Karobaar Capital, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine glaubwürdige schrittweise Vereinbarung könnte den Preis recht schnell wieder unter 100 Dollar drücken. Weitere Probleme bei Exporten oder in der Logistik könnten dagegen wieder einen Preis von 120 Dollar ins Spiel bringen.
Um die Versorgung des Weltmarktes mit Ãl aus Saudi-Arabien zu unterstützen, wird Frankreichs Militär ein wichtiges Ãlterminal des Königreichs am Roten Meer schützen. Dafür würden Soldaten, Radarsysteme und Systeme zur Verteidigung in die Hafenstadt Yanbu geschickt, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron den Sendern TF1 und France 2./stk/jha/