Experte: Iran verfolgt klare Strategie bei StraÃe von Hormus
TEHERAN (dpa-AFX) - Der Nahostexperte Guido Steinberg sieht hinter den iranischen Angriffen auf Schiffe in der StraÃe von Hormus eine klare Strategie. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich da um Fehler handelt", sagte der Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik der "Tagesschau". Teheran wolle erzwingen, dass sich Schiffe bei einer Durchquerung der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Meerenge mit dem Iran abstimmen. Der Iran wolle die Kontrolle über die StraÃe von Hormus zementieren, "obwohl die StraÃe eigentlich offen sein soll".
ÃuÃerungen von US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Ankara, wonach die Waffenruhe mit dem Iran aus seiner Sicht beendet sei, ändern nach Einschätzung von Steinberg nichts an der prinzipiellen Situation. "Diese ÃuÃerung hört sich schon etwas mehr nach einem Ende der Verhandlungen an. Allerdings hat der US-Präsident in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass er selbst nicht so ganz genau weiÃ, was er denn eigentlich erreichen will", sagte der Nahostexperte. Die USA hätten immer wieder auf Verhandlungen gesetzt, gleichzeitig Militärschläge angeordnet.
Das Wiedereinsetzen der Sanktionen "wird die iranische Seite sehr hart treffen", sagte Steinberg weiter. Teheran demonstriere sehr groÃes Selbstbewusstsein. Allerdings habe die Regierung massive Probleme. "Diese Probleme sind vor allem wirtschaftlicher Art und die haben sich in den letzten Monaten vor allem deshalb verschlimmert, weil ja auch Iran kein Ãl durch die StraÃe von Hormus exportieren konnte", fügte er hinzu. "Die Führung in Teheran ist darauf angewiesen, dass sich die Wirtschaftslage verbessert, damit zumindest die eigene Machtbasis finanziert werden kann."/arb/DP/jha
TEHERAN (dpa-AFX) - Der Nahostexperte Guido Steinberg sieht hinter den iranischen Angriffen auf Schiffe in der StraÃe von Hormus eine klare Strategie. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich da um Fehler handelt", sagte der Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik der "Tagesschau". Teheran wolle erzwingen, dass sich Schiffe bei einer Durchquerung der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Meerenge mit dem Iran abstimmen. Der Iran wolle die Kontrolle über die StraÃe von Hormus zementieren, "obwohl die StraÃe eigentlich offen sein soll".
ÃuÃerungen von US-Präsident Donald Trump beim Nato-Gipfel in Ankara, wonach die Waffenruhe mit dem Iran aus seiner Sicht beendet sei, ändern nach Einschätzung von Steinberg nichts an der prinzipiellen Situation. "Diese ÃuÃerung hört sich schon etwas mehr nach einem Ende der Verhandlungen an. Allerdings hat der US-Präsident in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass er selbst nicht so ganz genau weiÃ, was er denn eigentlich erreichen will", sagte der Nahostexperte. Die USA hätten immer wieder auf Verhandlungen gesetzt, gleichzeitig Militärschläge angeordnet.
Das Wiedereinsetzen der Sanktionen "wird die iranische Seite sehr hart treffen", sagte Steinberg weiter. Teheran demonstriere sehr groÃes Selbstbewusstsein. Allerdings habe die Regierung massive Probleme. "Diese Probleme sind vor allem wirtschaftlicher Art und die haben sich in den letzten Monaten vor allem deshalb verschlimmert, weil ja auch Iran kein Ãl durch die StraÃe von Hormus exportieren konnte", fügte er hinzu. "Die Führung in Teheran ist darauf angewiesen, dass sich die Wirtschaftslage verbessert, damit zumindest die eigene Machtbasis finanziert werden kann."/arb/DP/jha