Boeing kämpft immer noch mit Engpässen bei Zulieferern
LONDON (dpa-AFX) - Der US-Flugzeugbauer Boeing kämpft auf dem Weg aus seiner Krise weiterhin mit Problemen der Lieferanten von Turbinen und Sitzen für seinen Langstreckenjet 787 "Dreamliner". "Die Lieferkette ist immer noch etwas volatil", sagte die Chefin von Boeings Verkehrsflugzeugsparte, Stephanie Pope, am Sonntag vor Beginn der Farnborough Airshow vor den Toren von London. Für Boeing seien die Antriebe der entscheidende Faktor.
Die Zertifizierung von Sitzen für den Typ und Lieferengpässe des Triebwerksbauers GE Aerospace hatten die Auslieferungen der 787-Jets zuletzt gebremst. Dadurch könnte sich auch ein Ausbau der Produktion verzögern. Boeing will auch die Auslieferungen seines Mittelstreckenjets 737 Max nach oben treiben, nachdem die US-Luftfahrtbehörde FAA die Produktionsmengen wegen schwerer Produktionsmängel im Jahr 2024 begrenzt und das Limit inzwischen etwas erhöht hatte.
Von derzeit rund 42 Maschinen pro Monat soll es nach Ãberlegungen von Boeing in einigen Jahren auf 63 Stück nach oben gehen. Der Ausbau ist für den Hersteller wichtig, um seine aufgehäuften Schulden aus zahlreichen Krisenjahren zurückzuzahlen. Zudem versucht Boeing der Dominanz des europäischen Herstellers Airbus bei Mittelstreckenjets mehr entgegenzusetzen.
Zudem hofft Boeing, die modernisierte Version des GroÃraumjets 777, die 777X, ab dem Jahr 2027 nach jahrelanger Verspätung endlich an die Käufer auszuliefern. Die Verzögerungen haben den US-Konzern bereits Milliardensummen gekostet.
Der Hersteller versucht nach Zwischenfällen und zahlreichen Produktionsmängeln seinen Ruf bei den Flugsicherheitsbehörden wieder herzustellen. Am Freitag gewann Boeing die Erlaubnis zurück, Flugtüchtigkeitszeugnisse für die Typen 737 Max und 787 "Dreamliner" vor der Auslieferung der jeweiligen Maschinen auszustellen. Nach den zahlreichen Produktionsmängeln hatte die FAA dem Hersteller diese Erlaubnis zwischenzeitlich entzogen.
Neben den Bemühungen um bessere Qualität und höheres Tempo in seinen Fabriken lotet Boeing die Entwicklung des nächsten völlig neuen Passagierjets aus. Ein offizieller Start der Entwicklung wird aber nicht vor dem nächsten Jahrzehnt erwartet. Pope sagte, der Markt müsse erst dafür bereit sein./stw
LONDON (dpa-AFX) - Der US-Flugzeugbauer Boeing
Die Zertifizierung von Sitzen für den Typ und Lieferengpässe des Triebwerksbauers GE Aerospace hatten die Auslieferungen der 787-Jets zuletzt gebremst. Dadurch könnte sich auch ein Ausbau der Produktion verzögern. Boeing will auch die Auslieferungen seines Mittelstreckenjets 737 Max nach oben treiben, nachdem die US-Luftfahrtbehörde FAA die Produktionsmengen wegen schwerer Produktionsmängel im Jahr 2024 begrenzt und das Limit inzwischen etwas erhöht hatte.
Von derzeit rund 42 Maschinen pro Monat soll es nach Ãberlegungen von Boeing in einigen Jahren auf 63 Stück nach oben gehen. Der Ausbau ist für den Hersteller wichtig, um seine aufgehäuften Schulden aus zahlreichen Krisenjahren zurückzuzahlen. Zudem versucht Boeing der Dominanz des europäischen Herstellers Airbus
Zudem hofft Boeing, die modernisierte Version des GroÃraumjets 777, die 777X, ab dem Jahr 2027 nach jahrelanger Verspätung endlich an die Käufer auszuliefern. Die Verzögerungen haben den US-Konzern bereits Milliardensummen gekostet.
Der Hersteller versucht nach Zwischenfällen und zahlreichen Produktionsmängeln seinen Ruf bei den Flugsicherheitsbehörden wieder herzustellen. Am Freitag gewann Boeing die Erlaubnis zurück, Flugtüchtigkeitszeugnisse für die Typen 737 Max und 787 "Dreamliner" vor der Auslieferung der jeweiligen Maschinen auszustellen. Nach den zahlreichen Produktionsmängeln hatte die FAA dem Hersteller diese Erlaubnis zwischenzeitlich entzogen.
Neben den Bemühungen um bessere Qualität und höheres Tempo in seinen Fabriken lotet Boeing die Entwicklung des nächsten völlig neuen Passagierjets aus. Ein offizieller Start der Entwicklung wird aber nicht vor dem nächsten Jahrzehnt erwartet. Pope sagte, der Markt müsse erst dafür bereit sein./stw