AKTIEN IM FOKUS: KI-Profiteure wieder gefragt - Elmos nach Empfehlung stark
FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - In einem wieder stabilisierten Marktumfeld haben sich die Anleger am Mittwoch einmal mehr auf das Kurspotenzial von Aktien rund um das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) konzentriert. Nachdem zu Wochenanfang noch Warnungen aus der Branche vor einer zu schnellen Entwicklung der KI-Technologie für teils heftige Kursverluste gesorgt hatten, haben sich die Gemüter zuletzt wieder beruhigt.
Zur Wochenmitte zogen die Aktien vieler Unternehmen an, die als Profiteure des KI-Booms gelten. Die Spanne reicht von Chipunternehmen über Zulieferer und Elektrotechnik- oder Energietechnikunternehmen bis zu Baukonzernen, die die physische Infrastruktur in Form von Rechenzentren bereitstellen.
Damit stiegen die Papiere von Schneider Electric, Infineon , Siemens Energy , ASML , STMicro und Hochtief deutlich an. Unter den im deutschen Index der mittelgroÃen Werte MDax notierten Anteilsscheinen kletterten auch Aixtron , Jenoptik , Suss MicroTec , Siltronic und Elmos kräftig.
Am Wochenende noch hatte für Furore gesorgt, dass sich groÃe amerikanische KI-Firmen nach eigenen Angaben bereit gezeigt haben, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen. Hintergrund ist der Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch KI, der Sicherheitsbedenken ausgelöst hat. Nun wiesen die Analysten der US-Bank Citigroup darauf hin, dass Entwickler grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von KI als einen rechenintensiven Prozess betrachten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als verringern könnten.
Die Experten der Bank of America (BofA) sind generell optimistisch für den Sektor. Angesichts des sich ausweitenden Branchenzyklus erhöhten sie ihre Prognose für das Marktvolumen im Halbleiterbereich im Jahr 2030 auf 3,2 Billionen US-Dollar. Sie begründeten dies unter anderem mit einem stärkeren Wachstum in den Bereichen Speicher und Rechenzentren sowie mit einer deutlicheren Erholung in den Industriemärkten.
Die BofA-Analysten konstatierten zwar auch eine anhaltende Schwäche in der Fahrzeugproduktion. Zumindest für Infineon und STMicro sei es jedoch positiv, dass Halbleiterbauteile eine immer gröÃere Rolle spielen.
Bei den Aktien von Elmos wurde zudem eine Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler positiv aufgenommen. Sie stiegen um rund 7 Prozent auf fast 145 Euro. Die Gewinndynamik dürfte hoch bleiben, schrieb Analyst Veysel Taze, der ein Kursziel von 175 Euro ansetzte. Mit seinen Schätzungen ging er an das obere Ende des von Elmos angepeilten Jahresziels. Für 2027 rechnet er mit einer Wachstumsbeschleunigung bei weiter steigender Profitabilität.
Portfoliomanager Pieter Busscher von der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco richtete den Fokus speziell auf Unternehmen der physischen KI-Infrastruktur: "Die Rechenleistung der KI ist weitgehend unsichtbar, doch ihre Existenz und ihr Wachstum hängen von physischen Vermögenswerten ab, die ihren Bedarf an Strom, Rechenleistung, Kühlung und Konnektivität decken." Da die Investitionen in die KI-Infrastruktur zunähmen, ist der Experte der Ansicht, dass die Unternehmen, die diese Bausteine liefern, zu den wichtigsten NutznieÃern der nächsten Phase des Technologiezyklus gehören könnten.
Analysten von BloombergNEF, einem spezialisierten Forschungsdienst der Nachrichtenagentur, nahmen die Hersteller von Gasturbinen wie Siemens Energy und GE Vernova in den Blick. Diese konzentrieren ihre Expansion auf die gröÃten Anlagen und setzen darauf, dass Energieversorger und Rechenzentren bei der Stromerzeugung auf Skalierbarkeit und Effizienz angewiesen sein werden, hieà es./la/ag/jha/
FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - In einem wieder stabilisierten Marktumfeld haben sich die Anleger am Mittwoch einmal mehr auf das Kurspotenzial von Aktien rund um das Trendthema Künstliche Intelligenz (KI) konzentriert. Nachdem zu Wochenanfang noch Warnungen aus der Branche vor einer zu schnellen Entwicklung der KI-Technologie für teils heftige Kursverluste gesorgt hatten, haben sich die Gemüter zuletzt wieder beruhigt.
Zur Wochenmitte zogen die Aktien vieler Unternehmen an, die als Profiteure des KI-Booms gelten. Die Spanne reicht von Chipunternehmen über Zulieferer und Elektrotechnik- oder Energietechnikunternehmen bis zu Baukonzernen, die die physische Infrastruktur in Form von Rechenzentren bereitstellen.
Damit stiegen die Papiere von Schneider Electric
Am Wochenende noch hatte für Furore gesorgt, dass sich groÃe amerikanische KI-Firmen nach eigenen Angaben bereit gezeigt haben, die Entwicklung der Technologie zu verlangsamen. Hintergrund ist der Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch KI, der Sicherheitsbedenken ausgelöst hat. Nun wiesen die Analysten der US-Bank Citigroup darauf hin, dass Entwickler grundsätzlich die Sicherheit und Ausrichtung von KI als einen rechenintensiven Prozess betrachten. Das bedeutet, dass Sicherheitsbedenken die Nachfrage nach Rechenleistung eher steigern als verringern könnten.
Die Experten der Bank of America (BofA) sind generell optimistisch für den Sektor. Angesichts des sich ausweitenden Branchenzyklus erhöhten sie ihre Prognose für das Marktvolumen im Halbleiterbereich im Jahr 2030 auf 3,2 Billionen US-Dollar. Sie begründeten dies unter anderem mit einem stärkeren Wachstum in den Bereichen Speicher und Rechenzentren sowie mit einer deutlicheren Erholung in den Industriemärkten.
Die BofA-Analysten konstatierten zwar auch eine anhaltende Schwäche in der Fahrzeugproduktion. Zumindest für Infineon und STMicro sei es jedoch positiv, dass Halbleiterbauteile eine immer gröÃere Rolle spielen.
Bei den Aktien von Elmos wurde zudem eine Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler positiv aufgenommen. Sie stiegen um rund 7 Prozent auf fast 145 Euro. Die Gewinndynamik dürfte hoch bleiben, schrieb Analyst Veysel Taze, der ein Kursziel von 175 Euro ansetzte. Mit seinen Schätzungen ging er an das obere Ende des von Elmos angepeilten Jahresziels. Für 2027 rechnet er mit einer Wachstumsbeschleunigung bei weiter steigender Profitabilität.
Portfoliomanager Pieter Busscher von der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco richtete den Fokus speziell auf Unternehmen der physischen KI-Infrastruktur: "Die Rechenleistung der KI ist weitgehend unsichtbar, doch ihre Existenz und ihr Wachstum hängen von physischen Vermögenswerten ab, die ihren Bedarf an Strom, Rechenleistung, Kühlung und Konnektivität decken." Da die Investitionen in die KI-Infrastruktur zunähmen, ist der Experte der Ansicht, dass die Unternehmen, die diese Bausteine liefern, zu den wichtigsten NutznieÃern der nächsten Phase des Technologiezyklus gehören könnten.
Analysten von BloombergNEF, einem spezialisierten Forschungsdienst der Nachrichtenagentur, nahmen die Hersteller von Gasturbinen wie Siemens Energy und GE Vernova