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Aktien Frankfurt: Dax trotzt steigenden Ölpreisen - Anleger warten ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz wieder deutlich anziehender Ölpreise hat sich der Dax am Montag stabil gezeigt. Geopolitisch gibt es wenig Neues und so warten die Anleger ab, da US-Präsident Donald Trump in dieser Woche weitere Gespräche mit dem Iran erwartet.

Der deutsche Leitindex hielt sich zur Mittagszeit knapp im Plus bei 25.419 Punkten und zeigte sich so fast unverändert zum Vortag. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen drehte derweil in die Verlustzone und gab um 0,3 Prozent auf 30.938 Zähler nach.

Laut dem US-Nachrichtenportal "Axios", das sich auf zwei verschiedene Quellen beruft, wird bereits zu Wochenbeginn mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran gerechnet. Die Stimmung bleibt aber angesichts der verhärteten Fronten zwischen den beiden Kriegsparteien anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost. Die Ölpreise legten wieder zu, nachdem Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus als nicht annehmbar bezeichnet hatte.

Die Ölrisiken blieben der wichtigste Unsicherheitsfaktor und hielten die Kauflaune an den Aktienmärkten in Grenzen, hieß es von "Index Radar". Mit aktuell über 107 US-Dollar je Barrel notiere der Brent-Ölpreis "wieder in Schlagdistanz zu den jüngsten Hochs". Dennoch bleiben die Experten des Finanz- und Börsenanalyse-Portals gelassen: Auch wenn der Monat September mit aktuell etwas mehr als drei Prozent Verlust schwach gewesen sei für den Dax, gebe es keinen Grund zur Sorge.

An diesem Tag schwächelten vor allem Aktien mit KI-Bezug. Experten zufolge wird das Ausbautempo generell wieder stärker hinterfragt, zumal ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat.

So büßten Infineon 0,5 Prozent ein und Siemens Energy 0,7 Prozent. Im MDax zeigten sich Siltronic , Suss Microtec , Elmos oder auch Aixtron schwach mit Verlusten zwischen 1,4 und 2,3 Prozent.

Jenoptik als KI-Profiteur gaben unterdessen moderater um 0,6 Prozent nach. Ein Kommentar von Stifel stützte. Die Analysten nahmen die Bewertung der Tech-Aktie mit "Buy" wieder auf. "Jenoptik ist ein Industrie- und Technologieunternehmen mit Photonik-Kompetenzen, das vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert", schrieb Analyst Valentin-Paul Jahan. Er hält die Kursverdoppelung der Aktie seit Jahresbeginn für gerechtfertigt, da sie den zyklischen Aufschwung im Bereich der Halbleiterausrüstung widerspiegele. Zugleich sei aber immer noch attraktives Aufwärtspotenzial erkennbar.

Südzucker sprangen nach der Vorlage starker Quartalszahlen und einer Anhebung der Jahresziele zeitweise kräftig nach oben und kosteten wieder etwas mehr als 13 Euro je Aktie. Zur Mittagszeit legte das Papier noch um 2,8 Prozent auf 12,50 Euro zu. Dass die Umsatzprognose für 2026/27 angehoben, bei der Prognose für das operative Jahresergebnis aber nur das untere Ende der Spanne höher gesteckt worden sei, enttäusche einige Anleger womöglich, hieß es am Markt.

Krones und Hellofresh profitierten von Analystenkommentaren. Nach Kurseinbußen von rund 22 Prozent in diesem Jahr hält Kepler Cheuvreux die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauer für die Getränke- und Lebensmittelindustrie inzwischen für fair bewertet und stufte Krones auf "Hold" hoch. Auch die Aktie des Kochboxen-Versenders wurde von Kepler Cheuvreux auf "Hold" hochgestuft. Während Krones um 2,1 Prozent stiegen, gewannen Hellofresh 3,6 Prozent./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---