Aktien Frankfurt: Dax stabilisiert sich - Auf Wochensicht aber klares Minus
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich nach seinem jüngsten Kursrutsch am Freitag stabilisiert. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise gaben dem deutschen Leitindex keine Impulse. Als Kursstütze erwiesen sich die Ãlpreise, die zuletzt einen Teil ihrer vorherigen, deutlichen Gewinne wieder abgaben.
Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,70 Prozent höher bei 25.539 Punkten. Damit blieb er klar über der für den mittel- bis langfristigen Trend wichtigen 100-Tage-Linie. Auf Wochensicht zeichnet sich aber ein Rückgang um 1,9 Prozent ab. Der MDax der mittelgroÃen Unternehmen trat zuletzt bei 31.608 Punkten fast auf der Stelle. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um gut 0,9 Prozent hoch. An den New Yorker Börsen zeichnet sich ebenfalls eine Stabilisierung ab.
Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent war in der Nacht mit weiteren Angriffen auf Tanker in der StraÃe von Hormus sowie Gefechten zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudisch unterstützten Kräften deutlich gestiegen und der Marke von 110 US-Dollar nahegekommen. Zuletzt gab er indes wieder deutlicher nach in Richtung 104 Dollar.
Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr auf den Ãlpreisschock infolge des Iran-Kriegs reagiert. In der kommenden Woche wird von der US-Notenbank Fed von vielen Marktteilnehmern ein ähnlicher Schritt erwartet. Dass die Kerninflation im August gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet zugelegt habe, dürfte entsprechenden Erwartungen Auftrieb geben, schrieb Ãkonom Stephen Brown von Capital Economics.
Die Aktien von Dax-Schwergewicht SAP fielen mit einem weiteren Rückgang um 1,3 Prozent auf. Durchwachsene Branchennachrichten aus den USA gaben den Walldorfern keine Unterstützung. Der Software- und Rechenzentrenriese Oracle profitierte im vergangenen Geschäftsquartal kräftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur - er konnte die Umsätze mit Cloud-Infrastruktur mehr als verdoppeln und übertraf damit die Erwartungen. Auch das bereinigte Ergebnis je Aktie überraschte positiv. Dagegen gab Branchenkollege Adobe einen vorsichtigen Umsatzausblick auf das laufende Quartal.
Ansonsten sorgten Personalien für Kursverluste. Die Titel des Online-Brokers Flatexdegiro büÃten angesichts abrupter Veränderungen im Aufsichtsrat 7,2 Prozent ein - zeitweise markierten sie ein Tief seit Mai. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Hermann Lotter legte sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder und scheidet spätestens am 10. Oktober aus dem Gremium aus. Dann folgt ihm auch Martina Pfeifer. Für Börsianer wirft dies einige Fragen auf.
Beim Sportwarenhersteller Puma fiel das Kursminus mit 2,1 Prozent geringer aus. Der angekündigte Weggang des Vertriebsvorstands Matthias Bäumer erschwere die "Rettungsmission" für Konzernchef Arthur Höld, zumal einem Bericht zufolge der Wunschkandidat für die Leitung des Europageschäfts doch nicht komme, hieà es aus dem Markt.
Chemieaktien standen ebenfalls unter Druck. Die US-Bank JPMorgan bekräftigte in einer Branchenbetrachtung ihre skeptische Einschätzung eher global aufgestellter Vertreter wie BASF mit einem hohen internationalen Produktion- und Absatzanteil, die weniger als Unternehmen wie Lanxess von europäischen ProtektionsmaÃnahmen profitierten. Dennoch büÃten Lanxess 4,7 Prozent ein, während es für BASF um 2,8 Prozent bergab ging./gl/jha/
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,70 Prozent höher bei 25.539 Punkten. Damit blieb er klar über der für den mittel- bis langfristigen Trend wichtigen 100-Tage-Linie. Auf Wochensicht zeichnet sich aber ein Rückgang um 1,9 Prozent ab. Der MDax
Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent war in der Nacht mit weiteren Angriffen auf Tanker in der StraÃe von Hormus sowie Gefechten zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudisch unterstützten Kräften deutlich gestiegen und der Marke von 110 US-Dollar nahegekommen. Zuletzt gab er indes wieder deutlicher nach in Richtung 104 Dollar.
Am Donnerstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer zweiten Zinserhöhung in diesem Jahr auf den Ãlpreisschock infolge des Iran-Kriegs reagiert. In der kommenden Woche wird von der US-Notenbank Fed von vielen Marktteilnehmern ein ähnlicher Schritt erwartet. Dass die Kerninflation im August gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet zugelegt habe, dürfte entsprechenden Erwartungen Auftrieb geben, schrieb Ãkonom Stephen Brown von Capital Economics.
Die Aktien von Dax-Schwergewicht SAP
Ansonsten sorgten Personalien für Kursverluste. Die Titel des Online-Brokers Flatexdegiro
Beim Sportwarenhersteller Puma
Chemieaktien standen ebenfalls unter Druck. Die US-Bank JPMorgan bekräftigte in einer Branchenbetrachtung ihre skeptische Einschätzung eher global aufgestellter Vertreter wie BASF
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---