Aktien Frankfurt: Dax gibt nach - Chemiewerte stützen den MDax
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax am Mittwoch keine klare Richtung gefunden. Der Leitindex schwankte um seinen Vortagesschluss und gab bis zum frühen Nachmittag um 0,4 Prozent auf 24.694 Punkte nach.
Einerseits stützte die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte. Andererseits verwies die Commerzbank auf die Besorgnis bezüglich der Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbietern belastet.
Angesichts deutlicher Kursgewinne bei Chemiewerten stieg der MDax der mittelgroÃen Börsenwerte am Mittwoch um 0,7 Prozent auf 31.763 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,2 Prozent nach oben.
"Die Vorsicht bleibt derzeit ein stetiger Begleiter bei den Investoren", beschrieb Marktexperte Andreas Lipkow das Handelsgeschehen. "Zum einen bleibt die Situation im Nahen Osten angespannt, und zum anderen kommen immer mehr durchwachsene Unternehmensnachrichten und Quartalsberichte in die Finanzmärkte."
Auf Sektorebene hatte ein Bericht im "Handelsblatt" über die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische Union (EU) unterschiedliche Auswirkungen. Mit minus 8,5 Prozent davon belastet wurden die Aktien von Heidelberg Materials, während viele Titel aus dem Chemiebereich davon profitierten. BASF stiegen im Dax um 3,8 Prozent, und an der Index-Spitze gewannen Brenntag 6,1 Prozent. Im MDax zogen Evonik , Lanxess und Wacker Chemie zwischen 5,5 und 7,9 Prozent an.
In dem Medienbericht hieà es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten.
Heidelberg Materials dagegen litt unter der Nachricht - laut Händlern, weil Anleger zuletzt darauf gesetzt hätten, dass der Zementkonzern ein Vorreiter dabei sei, die Produktion emissionsfrei zu machen. Dies wollten sich die Heidelberger eigentlich teuer bezahlen lassen, argumentierte der Börsianer.
Zu den Aktien, die besonders unter den Sorgen vor KI-Konkurrenz litten, zählten aus dem Internetbereich Scout24, die 5,5 Prozent einbüÃten. Für die Anteilsscheine des stark im Software-Geschäft engagierten Technologiekonzerns Siemens ging es um 5,2 Prozent nach unten.
Zudem richteten sich die Blicke auf Geschäftszahlen des Halbleiterherstellers Infineon. Am Markt wurden diese überwiegend gelobt. Dagegen kamen die Aussagen über eine kräftige Erhöhung der Investitionen und auch zum Umsatzziel weniger gut an. Die Aktien schwankten und fielen zuletzt um 2,5 Prozent.
Die Papiere von PVA Tepla brachen als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um gut 13 Prozent ein. Das Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem enttäuschte der Ausblick./la/stk
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax
Einerseits stützte die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte. Andererseits verwies die Commerzbank auf die Besorgnis bezüglich der Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbietern belastet.
Angesichts deutlicher Kursgewinne bei Chemiewerten stieg der MDax
"Die Vorsicht bleibt derzeit ein stetiger Begleiter bei den Investoren", beschrieb Marktexperte Andreas Lipkow das Handelsgeschehen. "Zum einen bleibt die Situation im Nahen Osten angespannt, und zum anderen kommen immer mehr durchwachsene Unternehmensnachrichten und Quartalsberichte in die Finanzmärkte."
Auf Sektorebene hatte ein Bericht im "Handelsblatt" über die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische Union (EU) unterschiedliche Auswirkungen. Mit minus 8,5 Prozent davon belastet wurden die Aktien von Heidelberg Materials
In dem Medienbericht hieà es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten.
Heidelberg Materials dagegen litt unter der Nachricht - laut Händlern, weil Anleger zuletzt darauf gesetzt hätten, dass der Zementkonzern ein Vorreiter dabei sei, die Produktion emissionsfrei zu machen. Dies wollten sich die Heidelberger eigentlich teuer bezahlen lassen, argumentierte der Börsianer.
Zu den Aktien, die besonders unter den Sorgen vor KI-Konkurrenz litten, zählten aus dem Internetbereich Scout24
Zudem richteten sich die Blicke auf Geschäftszahlen des Halbleiterherstellers Infineon
Die Papiere von PVA Tepla
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---