Aktien Frankfurt: Brent-Ãlpreis bei fast 100 Dollar bremst den Dax
FRANKFURT (dpa-AFX) - Weiter steigende Ãlpreise haben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung gedrückt. Der Leitindex Dax lag am frühen Nachmittag moderat im Minus bei 25.975 Punkten. Damit holte das Börsenbarometer Verluste vom Vormittag aber weitgehend wieder auf. Händler berichteten von einem schleppenden Börsengeschehen bei geringen Handelsumsätzen.
Ein Barrel (159 Liter) Ãl der Nordseesorte Brent hat sich der runden Marke von 100 US-Dollar angenähert. Auch der Preis für die US-Ãlsorte WTI und der europäische Gaspreis legten kräftig zu. Händler begründeten den weiteren Anstieg unter anderem mit Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das gröÃte Ãlförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten halte die Inflationssorgen am Leben, schrieb Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Das dürfte dafür sorgen, dass höhere Zinsen für längere Zeit eingepreist werden. "Der Ãlpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.
Der MDax der mittelgroÃen Unternehmen legte um ein halbes Prozent auf 32.560 Punkte zu. Hier halfen die Kursgewinne von Indexschwergewichten wie Porsche AG , Knorr-Bremse und DWS . Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag wie der Dax moderat im Minus.
Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung: Fresenius-Aktien setzten sich mit einem Kursplus von fast 4 Prozent an die Spitze des Dax. Die GroÃbank UBS attestiert den Aktien des Gesundheitskonzerns fast 30 Prozent Aufwärtspotenzial und hat sie weiterhin zum Kauf empfohlen
Infineon-Aktien büÃten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley gut 4 Prozent ein. Bei dem Chip-Hersteller sehen die Experten zunächst kaum noch Auftrieb für die Markterwartungen.
Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion und Nordex verhalfen diesen zu Aufschlägen von 6,4 respektive 1,4 Prozent. Kion war damit gröÃter Gewinner im MDax.
Anteile des Vermögensverwalters DWS verteuerten sich um 2 Prozent, angetrieben von einem Kaufvotum der US-Bank Jefferies. DWS-Aktien haben seit Jahresbeginn um fast 37 Prozent zugelegt.
Unter den kleineren Titeln im SDax fielen Hornbach Holding auf mit einem Kurssprung von 5 Prozent und dem höchsten Stand seit Ende vergangenen Jahres. Der Baumarktkonzern hat im zweiten Geschäftsquartal eine robuste Nachfrage verzeichnet./bek/jha/
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
FRANKFURT (dpa-AFX) - Weiter steigende Ãlpreise haben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung gedrückt. Der Leitindex Dax
Ein Barrel (159 Liter) Ãl der Nordseesorte Brent hat sich der runden Marke von 100 US-Dollar angenähert. Auch der Preis für die US-Ãlsorte WTI und der europäische Gaspreis legten kräftig zu. Händler begründeten den weiteren Anstieg unter anderem mit Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien. Das gröÃte Ãlförderland in der Golfregion stoppte daraufhin die Produktion in einigen Anlagen nahe der Grenze zum Jemen.
Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten halte die Inflationssorgen am Leben, schrieb Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Das dürfte dafür sorgen, dass höhere Zinsen für längere Zeit eingepreist werden. "Der Ãlpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte", so der Marktexperte.
Der MDax
Bei den Einzelwerten sorgten Kommentare von Analysten für Bewegung: Fresenius
Infineon
Kaufempfehlungen der Citigroup für die Aktien von Kion
Anteile des Vermögensverwalters DWS
Unter den kleineren Titeln im SDax
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---