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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Tech-Ausverkauf zunächst wenig bewegt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Vortagsrückschlag dürfte der Dax am Mittwoch vorerst kaum vom Fleck kommen. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand eine Stunde vor dem Xetra-Auftakt mit 24.901 Punkten ganz knapp im Plus. Zu der zuletzt umkämpften 25.000-Punkte-Marke bleibt er damit auf Abstand. Wichtig bleibt die 21-Tage-Linie, die aktuell bei 24.860 Zählern verläuft.

Die Augen der Anleger bleiben vor den später erwarteten Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron auf die jüngste Korrektur im Technologiesektor gerichtet. Am Vortag waren sie nervös geworden ob der enorm hohen Erwartungen, die als eingepreist gelten. Die Commerzbank sprach von "Zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Aktienrally" wegen der Nachricht, dass ein südkoreanischer Speicherchip-Hersteller die Produktion von KI-Chips drosseln wolle.

Der zuletzt besonders stark abgerutschte Kospi konnte sich zwar am Mittwoch in Südkorea etwas stabilisieren, in Japan und Taiwan gingen die Kursverluste aber noch ein Stück weit weiter. Die Titel des US-Chipriesen Micron, die sich in diesem Jahr in der Spitze mehr als vervierfacht hatten, zeigen sich auf der Plattform Tradegate jedoch etwas erholt. Infineon legen dort am Morgen 1,3 Prozent zu.

Auf geopolitischer Ebene gibt es keine kursrelevanten Neuigkeiten. Die Commerzbank spricht von weiteren Fortschritten bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran. Die Experten der Bank erwähnten aber zugleich, dass es in wichtigen Details nach wie vor widersprüchliche Aussagen beider Seiten gebe.

Auf Unternehmensseite rückt am Mittwoch der Logistiker DHL ins Blickfeld nach durchwachsenen Resultaten, die der US-Konkurrent Fedex nach US-Börsenschluss vorgelegt hat. Händler zogen in ersten Reaktionen ein negatives Fazit. Rückläufige Margen im Zustellgeschäft belasteten außerbörslich die Fedex-Titel und dies wirkte sich im Tradegate-Handel auch negativ auf DHL aus.

Mit mehr als sechs Prozent zeichnen sich klare Kursgewinne bei TKMS ab. Wie der "Spiegel" berichtet, will Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem großen Marine-Rüstungsprojekt anstatt der bislang vorgesehenen Fregatte F126 acht kleinere Fregatten des Typs MEKO-A-200 von dem Schiffbauer beschaffen.

Unter den Nebenwerten im SDax steuern die Titel von Init Innovation auf einen Abschlag von 3,7 Prozent zu. Der Digitalisierungs-Spezialist besorgt sich frisches Geld mit der Ausgabe neuer Aktien. Anleger erwarten deshalb eine Gewinnverwässerung./tih/stk