Aktien Europa: Verluste aufgeholt - Anspannung vor dem Wochenende
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag von deutlichen Abgaben zu Handelsbeginn erholt. Die anhaltend hohen Ãlpreise schüren am Markt aber weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf zeugen davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrscht vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnte.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 konnte seine bis zu 1,4 Prozent groÃen Verluste deutlich reduzieren und notierte gegen Mittag sogar leicht um 0,1 Prozent im Plus bei 5.752 Punkten. AuÃerhalb der Eurozone gewann der britische Leitindex FTSE 100 ebenfalls 0,1 Prozent auf 10.310 Punkte. Der Schweizer SMI legte 0,3 Prozent auf 12.878 Zähler zu.
"Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA", so Rhynhardt Roodt von Ninety One Plc. "Bei einem Ãlpreis von über 100 Dollar sind die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig."
Zuletzt stand der Ãlpreis für Nordsee-Ãl der Sorte Brent wieder knapp unter der 100-Dollar-Marke. Den Anstoà dazu gab wohl, dass die US-Regierung dem Anstieg entgegenwirken will mit der temporären Erlaubnis, dass Länder wieder russisches Ãl kaufen dürfen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Derweil droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Ãl- und Gas-Infrastruktur der Region.
Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten indes, die Ãlpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die StraÃe von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Januar indessen unerwartet und deutlich geschrumpft.
Erneut schwach zeigten sich die Bankaktien angesichts der sich eintrübenden Konjunkturaussichten. Auch Rohstofftitel gaben nach. Zu den Verlierern gehörte zu Wochenschluss auch weiter der Reise- und Luftfahrtsektor angesichts der hohen Ãlpreise. So büÃten Air France-KLM 2,5 Prozent ein. Ãlwerte verzeichneten dagegen erneut Kursgewinne.
Unter den Einzelwerten haben Ãbernahmespekulationen die Aktie BE Semiconductor um zuletzt sieben Prozent nach oben getrieben. Der Ausrüster für die Chipindustrie habe das Interesse mehrerer US-Konzerne auf sich gezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Die Aktie von Telefonica stieg um 1,2 Prozent. Der spanische Telekom-Konzern habe Pläne für eine Ãbernahme von 1&1 offenbar auf Eis gelegt, zumindest bis die Probleme mit dem Netzausbau behoben werden, kommentierte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Onlinemediums "Okdiario"./err/tih/jha/
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag von deutlichen Abgaben zu Handelsbeginn erholt. Die anhaltend hohen Ãlpreise schüren am Markt aber weiter Konjunktur- und Inflationssorgen. Die Schwankungen im Tagesverlauf zeugen davon, dass vor dem Wochenende eine gewisse Nervosität herrscht vor dem, was die kommenden Tage im Iran-Krieg mit sich bringen könnte.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50
"Die Märkte preisen das Risiko eines länger andauernden Konflikts ein, der Europa und Asien stärker treffen würde als die USA", so Rhynhardt Roodt von Ninety One Plc. "Bei einem Ãlpreis von über 100 Dollar sind die Inflationserwartungen wahrscheinlich zu niedrig."
Zuletzt stand der Ãlpreis für Nordsee-Ãl der Sorte Brent wieder knapp unter der 100-Dollar-Marke. Den Anstoà dazu gab wohl, dass die US-Regierung dem Anstieg entgegenwirken will mit der temporären Erlaubnis, dass Länder wieder russisches Ãl kaufen dürfen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Derweil droht der Iran mit weiteren Angriffen auf die Ãl- und Gas-Infrastruktur der Region.
Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten indes, die Ãlpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die StraÃe von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Januar indessen unerwartet und deutlich geschrumpft.
Erneut schwach zeigten sich die Bankaktien angesichts der sich eintrübenden Konjunkturaussichten. Auch Rohstofftitel gaben nach. Zu den Verlierern gehörte zu Wochenschluss auch weiter der Reise- und Luftfahrtsektor angesichts der hohen Ãlpreise. So büÃten Air France-KLM
Unter den Einzelwerten haben Ãbernahmespekulationen die Aktie BE Semiconductor
Die Aktie von Telefonica stieg um 1,2 Prozent. Der spanische Telekom-Konzern habe Pläne für eine Ãbernahme von 1&1 offenbar auf Eis gelegt, zumindest bis die Probleme mit dem Netzausbau behoben werden, kommentierte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel unter Bezug auf einen Bericht des spanischen Onlinemediums "Okdiario"./err/tih/jha/