Aktien Europa: Leichte Verluste - Bankaktien schwach - Rüstungswerte gefragt
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag erneut geschwächelt und damit auf die wieder gestiegenen Ãlpreise reagiert. Die Verluste blieben überschaubar. "Zwischen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und einer weiteren Eskalation nehmen die Anleger damit eine neutrale Haltung ein und messen beiden Szenarien in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit bei", beschrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, die Lage.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank am Mittag um 0,57 Prozent auf 5.761,73 Punkte. AuÃerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex FTSE 100 um 0,42 Prozent auf 10.310,49 Punkte nach. Der Schweizer SMI büÃte 0,71 Prozent auf 12.866,51 Zähler ein.
Schwächster Sektor waren die Bankaktien. Sie reagierten damit auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten. "Am Markt wird zusehends das Risiko eingepreist, dass die Hoffnung auf kurzfristige Preisspitzen trügt und sich hohe Ãlpreisnotierungen verfestigen, was ernsthafte Flurschäden für die Weltwirtschaft verursachen könnte", so Analyst Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, verwies auf die "hohen Mittelabflüsse im Private-Equity-Sektor", was zu "Liquiditätsengpässen" führe.
Zu den Verlierern gehörten erneut die zinssensiblen Immobilienwerte, die damit auf die gestiegenen Inflationsrisiken durch die hohen Ãlpreise reagierten. Unter dem Ãlpreisanstieg litten auch die Aktien der Fluggesellschaften. So büÃten Air France-KLM 2,4 Prozent ein.
Gegenläufige Signale bestimmten unterdessen den Versicherungssektor. Während Generali um 1,6 Prozent zulegten, verloren Swiss Life 3,3 Prozent. Bei den Italienern lobten die Analysten von JPMorgan die Aussagen zur Dividende. Der Dividendenvorschlag der Schweizer wurde dagegen mit Enttäuschung aufgenommen. Zudem begründeten Händler die Verluste mit der hohen Bewertung der Aktie.
Es gab aber auch Gewinner der Entwicklung in der Golf-Region. So waren Rüstungswerte gefragt. Ein überzeugender Ausblick des italienischen Branchenunternehmens Leonardo lieferte einen zusätzlichen Impuls. Die Aktie legte deutlich zu.
Ãlwerte verzeichnete dagegen nur minimale Gewinne. "Während der Ãlsektor zunehmend von kurzfristigen Preisspitzen und wachsendem globalen Angebot geprägt wird, bietet der Defence-Sektor langfristig verlässliche Nachfrage, politische Rückendeckung und robuste Auftragsbestände", merkte Marc Decker, Co-Aktienchef von Quintet, zu den Aussichten der beiden Branchen an./mf/jha/
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag erneut geschwächelt und damit auf die wieder gestiegenen Ãlpreise reagiert. Die Verluste blieben überschaubar. "Zwischen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und einer weiteren Eskalation nehmen die Anleger damit eine neutrale Haltung ein und messen beiden Szenarien in etwa die gleiche Wahrscheinlichkeit bei", beschrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, die Lage.
Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50
Schwächster Sektor waren die Bankaktien. Sie reagierten damit auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten. "Am Markt wird zusehends das Risiko eingepreist, dass die Hoffnung auf kurzfristige Preisspitzen trügt und sich hohe Ãlpreisnotierungen verfestigen, was ernsthafte Flurschäden für die Weltwirtschaft verursachen könnte", so Analyst Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, verwies auf die "hohen Mittelabflüsse im Private-Equity-Sektor", was zu "Liquiditätsengpässen" führe.
Zu den Verlierern gehörten erneut die zinssensiblen Immobilienwerte, die damit auf die gestiegenen Inflationsrisiken durch die hohen Ãlpreise reagierten. Unter dem Ãlpreisanstieg litten auch die Aktien der Fluggesellschaften. So büÃten Air France-KLM
Gegenläufige Signale bestimmten unterdessen den Versicherungssektor. Während Generali
Es gab aber auch Gewinner der Entwicklung in der Golf-Region. So waren Rüstungswerte gefragt. Ein überzeugender Ausblick des italienischen Branchenunternehmens Leonardo
Ãlwerte verzeichnete dagegen nur minimale Gewinne. "Während der Ãlsektor zunehmend von kurzfristigen Preisspitzen und wachsendem globalen Angebot geprägt wird, bietet der Defence-Sektor langfristig verlässliche Nachfrage, politische Rückendeckung und robuste Auftragsbestände", merkte Marc Decker, Co-Aktienchef von Quintet, zu den Aussichten der beiden Branchen an./mf/jha/