Aktien Europa: Defensive Werte gefragt - Halbleiterwerte unter Druck
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag von der Stärke defensiver Werte profitiert. "Angesichts der schwelenden Nahost-Risiken, geldpolitischer Fragezeichen und zunehmend kritischer Fragen rund um die hohen Erwartungen an die KI-Branche wirken neue Bestmarken für viele Anleger erklärungsbedürftig", beschrieb Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research, die Marktlage. Entsprechend wachse die Neigung, zunächst Kasse zu machen.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab am Mittag 0,4 Prozent nach bei 6.372,36 Punkten. AuÃerhalb des Euroraums sah es etwas besser aus. Der defensiv ausgerichtete Schweizer SMI stieg um 0,45 Prozent auf 14.366,14 Punkte. Der britische FTSE 100 legte ebenfalls um 0,45 Prozent auf 10.699,84 Punkte zu.
Während Technologiewerte unter Druck standen, flossen Mittel in andere Sektoren. So waren defensive Branchen wie Pharma und Nahrung gefragt. Noch stärker entwickelten sich die Autowerte. Hier gewannen etwa Renault 2,2 Prozent.
Der Sektor profitierte damit von Umschichtungen. Analyst Christian Frenes von Goldman Sachs hält zudem schwache Branchendaten aus dem Juni für aufschlussreich. Die Zahlen hätten gezeigt, dass die chinesische Konkurrenz immer stärker auf den Markt dränge und kollektiv schneller Anteile abgrabe. Dies wiederum könnte nicht nur Hersteller, sondern auch die Politik unter Druck bringen und zu gröÃerem Protektionismus veranlassen.
Zu den stärkeren Werten gehörten auch Carrefour. Die Analysten von RBC hatten die Aktie unter die aussichtsreichsten europäischen Titel eingereiht.
Unter den ansonsten unspektakulären Ãlwerten zogen Shell um über drei Prozent an. Sie reagierten damit auf einen Zwischenbericht. Dieser deutet nach Ansicht von Analystin Lydia Rainforth von Barclays auf stärker als gedachte Ergebnisse für das zweite Quartal hin.
Am Ende des Felds rangierten dagegen die Halbleiterwerte. Eigentlich solide Zahlen von Samsung hatten zu deutlichen Gewinnmitnahmen geführt und damit die wachsende Skepsis der Anleger angesichts des KI-Booms unterstrichen.
Doch nicht nur das belastete. "Am 10. Juli wagt der koreanische Chip-Gigant SK Hynix den Sprung an die Nasdaq - mit einem Emissionsvolumen von über 28 Milliarden US-Dollar. Das dürfte bei vielen Investoren und ETFs für Umschichtungen innerhalb des Halbleitersektors sorgen", fügte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets hinzu./mf/jha/
PARIS/LONDON/ZÃRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Dienstag von der Stärke defensiver Werte profitiert. "Angesichts der schwelenden Nahost-Risiken, geldpolitischer Fragezeichen und zunehmend kritischer Fragen rund um die hohen Erwartungen an die KI-Branche wirken neue Bestmarken für viele Anleger erklärungsbedürftig", beschrieb Timo Emden, Marktanalyst von Emden Research, die Marktlage. Entsprechend wachse die Neigung, zunächst Kasse zu machen.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Während Technologiewerte unter Druck standen, flossen Mittel in andere Sektoren. So waren defensive Branchen wie Pharma und Nahrung gefragt. Noch stärker entwickelten sich die Autowerte. Hier gewannen etwa Renault
Der Sektor profitierte damit von Umschichtungen. Analyst Christian Frenes von Goldman Sachs hält zudem schwache Branchendaten aus dem Juni für aufschlussreich. Die Zahlen hätten gezeigt, dass die chinesische Konkurrenz immer stärker auf den Markt dränge und kollektiv schneller Anteile abgrabe. Dies wiederum könnte nicht nur Hersteller, sondern auch die Politik unter Druck bringen und zu gröÃerem Protektionismus veranlassen.
Zu den stärkeren Werten gehörten auch Carrefour
Unter den ansonsten unspektakulären Ãlwerten zogen Shell
Am Ende des Felds rangierten dagegen die Halbleiterwerte. Eigentlich solide Zahlen von Samsung
Doch nicht nur das belastete. "Am 10. Juli wagt der koreanische Chip-Gigant SK Hynix den Sprung an die Nasdaq - mit einem Emissionsvolumen von über 28 Milliarden US-Dollar. Das dürfte bei vielen Investoren und ETFs für Umschichtungen innerhalb des Halbleitersektors sorgen", fügte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets hinzu./mf/jha/