AKTIE IM FOKUS 2: Siemens wieder wertvoller als SAP nach angehobenem Jahresziel
(neu: Kommentare von RBC und Jefferies, Kurse)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erhöhung der Ergebnisprognose hat Siemens mit einem kräftigen Kurssprung SAP als wertvollstes Unternehmen im Dax wieder abgelöst.
Die Papiere des Münchner Technologie- und Industrieunternehmens kletterten zu Mittagszeit bis auf 275,75 Euro und legten am Nachmittag um 7 Prozent auf knapp über 274 Euro zu. Derweil stiegen die zuletzt von KI-Sorgen kräftig durchgeschüttelten Aktien des gröÃten europäischen Softwareherstellers SAP um knapp 2 Prozent auf 172,20 Euro. SAPs Marktkapitalisierung liegt nun bei etwa 211,5 Milliarden Euro, während der Börsenwert von Siemens auf rund 219 Milliarden Euro stieg.
Seit Jahresbeginn bedeutet das für das Siemens-Papier einen Gewinn von rund 14 Prozent, während die SAP-Aktie zugleich einen Verlust von etwa 17 Prozent erlitten hat. Seit ihrem Rekord vor einem Jahr hat sie sogar mehr als ein Drittel an Wert verloren.
RBC-Analyst Mark Fielding hob nach der Telefonkonferenz zu den Siemens-Zahlen seine Schätzungen an und setzte sein Kursziel von 245 auf 270 Euro nach oben und blieb bei seiner neutralen Einschätzung der Aktie. "Siemens übertraf im ersten Geschäftsquartal die Erwartungen für das Industriegeschäft um 10 Prozent, mit stärkeren Margen im Bereich Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI)", lobte er. Die Prognosen für das Gesamtgeschäftsjahr deuteten zudem auf eine Entwicklung der beiden Bereiche in Richtung der oberen Hälfte der Zielspanne hin.
Analyst Rizk Maidi von Jefferies hob hervor, dass die Münchner, ähnlich wie Konkurrent ABB, höhere Auftragseingänge im Bereich Rechenzentren erzielt hätten, die wiederum den Auftragseingang im Bereich SI deutlich hätten steigen lassen. Obendrein habe der Auftragseingang im Bereich DI zugelegt und sei dabei unterstützt worden durch ein kräftiges Wachstum im Bereich Automatisierung in China sowie ein solides Softwarewachstum. Siemens habe nun seine Zielspanne für das Jahresergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten - die entscheidende Gewinnkennziffer des Unternehmens - auf 10,70 bis 11,10 Euro angehoben. Zuvor war ein Anstieg zwischen 10,40 bis 11,00 Euro in Aussicht gestellt worden. Dies ist jedoch laut Maidi mit Blick auf die Mitte der Spanne gesehen "konservativ".
Der Ergebniskonsens für 2025/26 dürfte nun jedoch im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen, wie Analystin Daniela Costa von Goldman Sachs erwartet./ck/ag/nas/jha/
(neu: Kommentare von RBC und Jefferies, Kurse)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Erhöhung der Ergebnisprognose hat Siemens
Die Papiere des Münchner Technologie- und Industrieunternehmens kletterten zu Mittagszeit bis auf 275,75 Euro und legten am Nachmittag um 7 Prozent auf knapp über 274 Euro zu. Derweil stiegen die zuletzt von KI-Sorgen kräftig durchgeschüttelten Aktien des gröÃten europäischen Softwareherstellers SAP um knapp 2 Prozent auf 172,20 Euro. SAPs Marktkapitalisierung liegt nun bei etwa 211,5 Milliarden Euro, während der Börsenwert von Siemens auf rund 219 Milliarden Euro stieg.
Seit Jahresbeginn bedeutet das für das Siemens-Papier einen Gewinn von rund 14 Prozent, während die SAP-Aktie zugleich einen Verlust von etwa 17 Prozent erlitten hat. Seit ihrem Rekord vor einem Jahr hat sie sogar mehr als ein Drittel an Wert verloren.
RBC-Analyst Mark Fielding hob nach der Telefonkonferenz zu den Siemens-Zahlen seine Schätzungen an und setzte sein Kursziel von 245 auf 270 Euro nach oben und blieb bei seiner neutralen Einschätzung der Aktie. "Siemens übertraf im ersten Geschäftsquartal die Erwartungen für das Industriegeschäft um 10 Prozent, mit stärkeren Margen im Bereich Digital Industries (DI) und Smart Infrastructure (SI)", lobte er. Die Prognosen für das Gesamtgeschäftsjahr deuteten zudem auf eine Entwicklung der beiden Bereiche in Richtung der oberen Hälfte der Zielspanne hin.
Analyst Rizk Maidi von Jefferies hob hervor, dass die Münchner, ähnlich wie Konkurrent ABB
Der Ergebniskonsens für 2025/26 dürfte nun jedoch im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen, wie Analystin Daniela Costa von Goldman Sachs