89.000 Unterschriften für Stopp von Ãlförderung in Ostsee
BERLIN/HERINGSDORF (dpa-AFX) - Umweltverbände fordern ein Verbot der Ãl- und Gasförderung in der Ostsee und wollen damit auch mögliche Projekte in Polen nahe der Insel Usedom verhindern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will nach eigenen Angaben daher heute eine Petition mit mehr als 89.000 Unterschriften dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz in Berlin übergeben. Anlass sei der "Aktionsplan Meer", den das Bundesministerium derzeit erarbeitet.
Nach Probebohrungen in der Ostsee etwa sechs Kilometer von Swinemünde (Swinoujscie) entfernt hatte das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) vergangenes Jahr mitgeteilt, auf ein groÃes Ãlvorkommen gestoÃen zu sein. Sollte sich das Vorkommen bestätigen, wäre es der gröÃte Fund in Polen mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg, hatte der polnische Chefgeologe Krzysztof Galos der Nachrichtenagentur PAP zufolge gesagt. CEP wollte die Daten weiter auswerten.
Auf deutscher Seite hatten die Erkundungen und der Fund Kritiker auf den Plan gerufen. Die nach der Exploration wieder abgezogene Bohrplattform war etwa vom Urlaubsort Heringsdorf zu sehen.
Bund: Absage an fossile Pläne sendet Zeichen
"Die Lebewesen in der Ostsee leiden schon lange unter dem schlechten Zustand des Meeres und den mangelhaften MaÃnahmen der Politik gegen Ãberdüngung, Ãberfischung, Müll und Unterwasserlärm", sagte die Sprecherin des BUND-Bundesarbeitskreises Meer und Küste, Lena Hohls. Eine zusätzliche Belastung durch Ãl- und Gasförderung sei nicht zumutbar. Zudem wären auch die in der Region lebenden und urlaubenden Menschen von den Folgen betroffen.
Die Petition richtet sich den Angaben nach an die zuständigen Ministerien in Deutschland und Polen, an den Europäischen Petitionsausschuss und an die Helsinki-Kommission. Sie werde gemeinsam vom BUND, der Coalition Clean Baltic und der Bürgerinitiative "Lebensraum Vorpommern" getragen. Laut BUND sende zudem eine klare Absage an fossile Pläne ein wichtiges Signal für den Klimaschutz./xil/DP/stw
BERLIN/HERINGSDORF (dpa-AFX) - Umweltverbände fordern ein Verbot der Ãl- und Gasförderung in der Ostsee und wollen damit auch mögliche Projekte in Polen nahe der Insel Usedom verhindern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will nach eigenen Angaben daher heute eine Petition mit mehr als 89.000 Unterschriften dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz in Berlin übergeben. Anlass sei der "Aktionsplan Meer", den das Bundesministerium derzeit erarbeitet.
Nach Probebohrungen in der Ostsee etwa sechs Kilometer von Swinemünde (Swinoujscie) entfernt hatte das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) vergangenes Jahr mitgeteilt, auf ein groÃes Ãlvorkommen gestoÃen zu sein. Sollte sich das Vorkommen bestätigen, wäre es der gröÃte Fund in Polen mindestens seit dem Zweiten Weltkrieg, hatte der polnische Chefgeologe Krzysztof Galos der Nachrichtenagentur PAP zufolge gesagt. CEP wollte die Daten weiter auswerten.
Auf deutscher Seite hatten die Erkundungen und der Fund Kritiker auf den Plan gerufen. Die nach der Exploration wieder abgezogene Bohrplattform war etwa vom Urlaubsort Heringsdorf zu sehen.
Bund: Absage an fossile Pläne sendet Zeichen
"Die Lebewesen in der Ostsee leiden schon lange unter dem schlechten Zustand des Meeres und den mangelhaften MaÃnahmen der Politik gegen Ãberdüngung, Ãberfischung, Müll und Unterwasserlärm", sagte die Sprecherin des BUND-Bundesarbeitskreises Meer und Küste, Lena Hohls. Eine zusätzliche Belastung durch Ãl- und Gasförderung sei nicht zumutbar. Zudem wären auch die in der Region lebenden und urlaubenden Menschen von den Folgen betroffen.
Die Petition richtet sich den Angaben nach an die zuständigen Ministerien in Deutschland und Polen, an den Europäischen Petitionsausschuss und an die Helsinki-Kommission. Sie werde gemeinsam vom BUND, der Coalition Clean Baltic und der Bürgerinitiative "Lebensraum Vorpommern" getragen. Laut BUND sende zudem eine klare Absage an fossile Pläne ein wichtiges Signal für den Klimaschutz./xil/DP/stw